
Ehrgeiz, Eifer, Elan. Den Sieg bei der nunmehr siebten Staffel des ORF-Formats „Dancing Stars“ müssen sich die prominenten Kandidaten hart erarbeiten. In den nächsten Tagen beginnen die ersten Trainingseinheiten, die in den kommenden fünf Wochen mindestens 50 Stunden beanspruchen. Nicht jeder der zwölf Prominenten scheint sich bei der gestrigen Präsentation der Paarungen der Konsequenzen bewusst zu sein.
Statt den Sieg ins Auge zu fassen, sehen die neuen Stars das Tanzen eher mit einem kleinen Augenzwinkern. „Ob das Training hart wird oder nicht, habe ich doch selbst in der Hand“, stellt die frühere „Bulle von Tölz“-Schauspielerin Katerina Jacob fest. Mit ihrem Tanzpartner, dem Sipbachzeller Christoph Santner, ist sie jedenfalls zufrieden. „Wir sprechen dieselbe Sprache. Bayern und Oberösterreich verstehen sich super.“ Ihre Teilnahme ist übrigens das Resultat einer verlorenen Wette.
Als einziger Sportler unter den Kandidaten rechnet sich der ehemalige Fußballtrainer Frenkie Schinkels keine großen Chancen aus. Seine bisherigen Tanzversuche waren bescheiden. „Getanzt habe ich nur auf Hochzeiten. Ab elf Uhr, wenn der Alkoholspiegel in die Höhe gegangen ist.“
Kampflustig zeigten sich nur die professionellen Tänzer. Allen voran Gerhard Egger, Tanzpartner von Dolly Buster. „Natürlich wollen wir gewinnen. Das ist ein Wettkampf, das ist eine Show.“
Die viel diskutierte Teilnahme der ehemaligen Porno-Darstellerin war bei der gestrigen Vorstellung kein Thema. „Dolly ist sehr bescheiden, sehr lieb und sehr erfolgreich. Der Rest ist Geschmacksache“, sagt Moderator Klaus Eberhartinger im Gespräch mit den OÖNachrichten.
Buster selbst gibt sich trotz Ablehnung von Niki Lauda selbstsicher. „Ich glaube, wir betrachten die Kritik eher wie einen Joke. Viele haben gesagt, dass da wohl jemand eifersüchtig war. Ich finde es albern.“
So geht’s weiter
In der ersten Show am 9. März stellen sich nur die Promi-Tänzerinnen samt Profi-Begleitung der Jury – Thomas Schäfer-Elmayer, Nicole Burns-Hansen, Hannes Nedbal und Balázs Ekker (nicht im Bild). In der zweiten Show (16.3.) sind die männlichen Promis an der Reihe. Ab der dritten Folge gehen dann alle im Bewerb verbliebenen Paare gegeneinander an den Start. Das Finale steigt am 19. Mai.
Wer tanzt mit wem? - Die Paare
Brigitte Kren & Willi Gabalier
„Ich glaube, wir sind zwei lustige Kampeln“, sagt Schauspielerin Brigitte Kren: „Wir tanzen alles. Quickstepp ist vielleicht ein bisschen schwierig, aber das wird schon. Mein Sohn dreht im Juli einen Film, da hat er eh gemeint: ,Mutti, du brauchst Kondition, wir drehen nämlich im Gebirge’“. Tanzpartner Willi Gabalier, Bruder von Alpen-Elvis Andreas Gabalier, teilt die Zuversicht Krens: „Mein Bruder tanzt halt rustikaler, aber wir versuchen das eher auf die elegante Art.“
Vadim Garbuzov & Petra Frey
Noch ist Schlager-Sängerin Petra Frey von leisen Selbstzweifeln geplagt: „Ich glaube, Vadim schämt sich schon ein bisschen wegen mir. Er ist wirklich in körperlicher Topform und so gut trainiert. Ich hoffe, er hat viel Geduld mit mir, denn die Kondition lässt bei mir noch zu wünschen übrig.“ Kaum erwarten kann Frey den Trainingsstart: „Ich bin schon ganz hibbelig und freu mich schon total auf das Training und auch auf die schönen Kleider.“
Katerina Jacob & Christoph Santner
Katerina Jacob hat immer gerne getanzt. Daher erfüllt sie sich mit der Teilnahme an „Dancing Stars“ aufgrund einer verlorenen Wette auch einen Herzenswunsch, denn sie tanzt für einen guten Zweck. Sie spendet die Gage ihrer Daniel-Jacob-Stiftung. Mit ihrem Tanzpartner ist die Ex-„Bulle von Tölz“-Ermittlerin zufrieden: „Der erste Eindruck ist absolut positiv. Bayern und Oberösterreich verstehen sich super. Aber wenn er nicht spurt, dann kommt er in den Keller!“
Dolly Buster & Gerhard Egger
Den Start kaum noch erwarten kann Dolly Buster: „Wenn es nach mir geht, würden wir heute gleich trainieren.“ Die im Vorfeld geäußerte Kritik an ihrer Teilnahme findet die ehemalige Porno-Darstellerin albern: „Da war wohl jemand eifersüchtig, weil er selber nicht angefragt worden ist.“ In der ersten „Dancing Stars“-Show am 9. März tanzt die Erotikunternehmerin einen langsamen Walzer zu „Are You Lonesome Tonight“.
Thomas Kraml & Eva Maria Marold
Eva Maria Marold verfügt aufgrund ihrer Musicalausbildung über Grundkenntnisse von Ballett, Modern und Steppen, einen Tanzkurs hat die Schauspielerin und Sängerin aber nie besucht. Marold: „Ich gehe zwar hin und wieder auf Bälle, aber da die meisten Männer nicht tanzen können, bin ich nur selten am Parkett anzutreffen.“ Für die Shows hat sich die Entertainerin vorgenommen: „Ich werde mich sehr bemühen und sicher auch ehrgeizig sein. Im Vordergrund steht für mich aber, das Publikum gut zu unterhalten.“
Sueli Menezes & Florian Gschaider
Autorin Sueli Menezes („Amazonaskind“) outet sich als Fan der Show: „Bei den vergangenen Staffeln habe ich so oft wie möglich zugeschaut. Ich bin sogar am Freitag am Abend extra daheim geblieben, um ,Dancing Stars‘ zu sehen. Als ich gefragt wurde, musste ich nicht lange überlegen.“ Feurige Rhythmen liegen der gebürtigen Brasilianerin: „Ich war Solistin in einer Sambashow, aber das ist etwas anderes. Paartanz ist für mich etwas völlig Neues.“
Lenka Marosiová & Albert Fortell
Die Tanzerfahrung von Schauspieler Albert Fortell (59) „geht von meiner Zeit am Reinhardt-Seminar eher in Richtung Ballett als Gesellschaftstänze. Einen klassischen Tanzkurs habe ich nie besucht. Für mich ist ,Dancing Stars‘ auch die Möglichkeit, das Versäumte jetzt nachzuholen.“ Und weiter: „Ich tanze mit meiner Frau Barbara gerne auf Bällen, aber daran ist nichts gelernt – wir improvisieren, und das scheint ganz gut zu klappen. In der Show möchte ich auch den älteren Zuschauern zeigen, dass man sich fit halten kann.“
David Heissig & Kathrin Menzinger
David Heissig gibt offen zu: „Ich bin ein Holzpflock und weiß auch, dass ich definitiv kein Bewegungstalent habe.“ Dennoch kam der Schauspieler zumindest schon einmal mit ein paar Tänzen in Berührung: „Ich war zwei Jahre in der Tanzschule und hab somit die Standardtänze einmal gesehen. Wobei ich eher zwei Jahre angemeldet war als wirklich dort.“ Und weiter: „Und obwohl ich kein Talent habe, bin ich der Überzeugung, dass man mit dem gewissen Training alles zumindest versuchen kann zu lernen.“
Wolfram Pirchner & Anna Chalak-Bock
Wolfram Pirchner hat nur begrenzt Tanzerfahrung: „Vor 20 Jahren habe ich eine Privatstunde genommen, die aber nach zehn Minuten schon wieder beendet wurde, nachdem mich meine Lehrerin gefragt hat, ob ich denn unbedingt tanzen muss.“ Über sein Antreten bei „Dancing Stars“ verrät der Moderator: „Ich wurde schon bei vorherigen Staffeln gefragt – und diesmal hat es für mich einfach gepasst. Ich bewege mich gerne und ab jetzt dann halt auch zu Musik.“
Roswitha Wieland &Frenkie Schinkels
„Das Motto des Fußballtrainers und ORF-Analytikers lautet: „Fußballschuhe ade, Tanzschuhe olé.“ Konkrete Ziele hat er nicht: „Taktgefühl hab ich, aber meine Partnerin wird mir sicher viel beibringen müssen.“ Den Tanzerfolg seines Fußballerkollegen Toni Polster hat Schinkels verfolgt: „Toni hat eine tolle Figur abgegeben. Aber er war natürlich nicht der beste Tänzer – er war sehr sympathisch. Man hat schon gesehen, dass der Zuschauer immer das Gesamtpaket sucht – mal schauen, ob das bei mir auch stimmt.“
Maria Jahn & Michael Schönborn
Schauspieler Michael Schönborn: „In meiner Jugend war ich Hippie und habe Tanzschulen spießig gefunden. Später bei meiner Schauspielausbildung bin ich drei Jahre lang an Steppen gescheitert.“ Über seine Zusage: „Ich habe an einen verfrühten Aprilscherz geglaubt.“ Und mit einem Augenzwinkern weiter: „Man scheitert schließlich mit seinen Aufgaben.“
Babsi Koitz & Marco Ventre
Seine Vorbereitung aufs Training beschreibt der „Kärnten heute“-Moderator und Sänger Marco Ventre so: „Mir wurde geraten, dass ich vor dem Training noch ein paar Kilos zunehme, damit die mir dann nicht fehlen. Somit bin ich jetzt sehr entspannt und habe mir viel Schokolade und Chips gekauft.“ Tanzpartnerin Babsi Koitz ist zufrieden: „Mit Kärntner Tanzpartnern hab ich schon gute Erfahrungen gemacht – das wird schon gut klappen.“
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