„Wahnsinn. Auf einem internationalen Festival wie der Youki den Hauptpreis zu gewinnen, ist einfach sensationell.“ David Seglers Freude über die Auszeichnung bei der Abschlussgala der 10. Ausgabe des Internationalen Jugend Medien Festivals Youki am Samstagabend im Alten Schlachthof in Wels schien gewaltig. Überzeugt hatte der 20-jährige Frankfurter die Jury mit dem Kurzfilm Die Aulmann Revolution. Darin erzählt er die Geschichte eines Mädchens, das sich immer nicht entscheiden kann – ist es besser, hinzugehen, obwohl man keine Lust hat, oder zuhause zu bleiben und vielleicht die beste Party des Jahrhunderts zu verpassen? Pointiert formuliert und mit Witz inszeniert war dieser Film der Jury den mit 1500 Euro dotierten Hauptpreis wert. Einen Teil des Geldes steckt Segler gleich ins nächste Projekt, immerhin träumt der 20-Jährige davon, dereinst vom Filmemachen leben zu können. So wie auch viele andere der hunderten jungen Talente aus Oberösterreich und dem Rest der Welt, die ihre Werke bei der zehnten Youki einreichten.
Ende mit Leidenschaft und HeidenspaßZum Abschluss der Youki lobte Organisatorin Iris Brunnbauer-Kransteiner „eine runde Veranstaltung“. Kollege Siegfried A. Fruhauf hoffte, „bei vielen die Leidenschaft für das bewegte Bild geweckt zu haben“, und Filmwissenschafter Robert Buchschwenter freute sich über „den Heidenspaß, den es macht, talentierte junge Menschen nicht versacken zu lassen“. Dankesworte und viele gute Wünsche an den erkrankten Erdenker und Gründer des Festivals Hans Schoiswohl beendeten die 10. Gala, bei der sich noch andere junge Filmemacher über Auszeichnungen freuen konnten: Den Publikumspreis überreichten die OÖN an die Mitwirkenden im Tarantino-Zitat Habanero, für das der Regisseur Paul Baran in Niederösterreich eine mexikanische Wüste samt Gangsterstory erschuf. Der European Youki Award ging an Scrabble 1 – 4 von Amira Ben Saoud und Leonie Wieser. Für diesen Film wählte sie eine andere Jury neben Wolfi auf freier Pfote (Primarschule Gründen), IOCC – Die Polizei im Rennen gegen die Zeit (David Wurm) und Wisper (Elisabeth Mitterhuber) auch unter die Gewinner der Würdigungspreise. Ein Erfolg für die Youki selbst: Rund 4000 Menschen waren an den vier Festivaltagen dabei. (jule)
Kein Schaffner in Sicht