
4743 Menschen stürmten am Sonntag in Oberösterreich die Kinos der Cineplexx-Gruppe, rund 2000 waren es allein im Megaplexx Pasching. Ganze acht Säle wurden dort gleichzeitig mit der Untoten-Saga bespielt.
Die meisten wagten das „Quadruple-Feature“, so nennt sich das durchgehende Eintauchen ins Vampir-Universum mit allen bisherigen vier Teilen „Twilight“ hintereinander. „Das taugt uns sehr, und wir wollten alles noch einmal auffrischen“, sagen Lena Weigerstorfer und Jennifer Scheucher.
Der Grund, warum die beiden Schülerinnen Fans der Romanverfilmungen sind, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Jacob, der hat so ein liebes Lachen.“ Werwolf Taylor Lautner hat also die Nase vorn, Kollege und Mädchenschwarm Robert Pattinson ist den beiden „zu perfekt“.
Mit ihren 15 und 16 Jahren fügen sich die beiden Mädchen unauffällig in die Massen der Quadruple-Feature-Willigen ein. Doch auch Burschen haben sich vereinzelt unter das Kinopublikum gemischt. „Weil mich meine Freundin dazu zwingt“, ist die eine Rechtfertigung, Manfred Peschta aus Seitenstetten hat sich hingegen von einer frei gewordenen Karte locken lassen: „Geht eh, nicht schlecht“, lautet sein Urteil über die Vampir-Romanze. Auch Kino-Begleitung Ines Mair glaubt, dass der Grund für „Twilight“-Ablehnung hauptsächlich in Unwissen zu finden ist. „Belächelt wird man von denen, die noch nie einen Teil gesehen haben“, sagt die 22-Jährige.
Dass der vierte und letzte Teil des Buches auf zwei Filme aufgeteilt wurde, stört die junge Frau aus St. Peter nicht. „Das ist super, dann können viel mehr Details aus dem Buch eingebaut werden – das einzig Blöde ist, dass der letzte Teil erst in einem Jahr in die Kinos kommt.“
Die 555 Minuten Twilight haben am Sonntag erst einmal alle Besucher(innen) gut überstanden.
Auch drei Freundinnen aus der weniger stark vertretenen 30-plus-Kategorie genießen den Sonntag im Vampir-Universum: „Die Zeit vergeht schnell“, sagen Christa, Doris und Sandra. Sie sind im Kino, weil sie „Fans der Geschichte und vor allem von Robert Pattinson“ sind. Dennoch: Das Fünffach-Feature nächstes Jahr wollen sie sich nicht antun. „Das ist dann echt einfach zu viel.“
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