Mit der Kunstfigur Austrofred hat sich der Steyrer Sänger und Autor Franz Wenzl, als Musiker auch in der Band Kreisky aktiv, ein wunderbares Ventil geschaffen. Aus der Schnapsidee, einen Freddie-Mercury-Imitator Queen-Hymnen mit Austropop-Texten singen zu lassen, sind Bühnenprogramme, DVDs und Bücher geflossen. Nach den Bänden „Alpenkönig und Menschenfreund“ und „Ich rechne noch in Schilling“ kommt es jetzt zu einem wütend betitelten Briefwechsel mit Wolfgang Amadeus Mozart: „Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben“ (Czernin Verlag, 164 Seiten).
Wenn Austrofred seinem Komponistenkollegen etwas mitteilt, dann beamt er ihm einen Brief. Bei den Mozart-Passagen handelt es sich um authentische, teilweise zusammenmontierte Dokumente. Austrofred berichtet seinem „Woiferl“, wie er um halb sechs von einem Gschnas mit vielen Trotteln in Klaffer heimkommt, dass Frauen überhaupt anders als normale Menschen sind, und das Heiraten will er Mozart auch ausreden. Austrofred stellt fest: „Spätere Generationen verehren lieber DJ Ötzi als Austrofred.“ Und auch an Mozart wird sich kein Mensch mehr erinnern. Also: „Wolfgang, für die Musik: Kämpfen wir Seite an Seite!“ Eine köstliche Sammlung des Irrsinns. (pg)
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