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Aktion: Hunger auf Kultur - Ohne Geld kann es doch eine Musi geben

„Aber die haben ja gar nicht so arm ausg’schaut.“ Diesen Satz hat Thomas Martetschläger von der Sozialplattform Oberösterreich schon öfter gehört, nachdem sich sozial benachteiligte Menschen mit ihrem „Kulturpass“ Gratiskarten für eine Kulturveranstaltung geholt hatten. Armut muss man jemandem nicht ansehen.

Und weil „Kultur wie Bildung kein Privileg sein darf, das sich nicht alle leisten können“, wie Landeshauptmann Josef Pühringer sagt, hat sich das Land vor drei Jahren der in Wien gestarteten Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ angeschlossen. 60 Kulturpartner, vom Landestheater über die Landesmuseen bis zum Posthof und dem Jazzatelier Ulrichsberg, bieten derzeit kostenlosen Eintritt für Inhaber des „Kulturpasses“ an. Den können etwa Arbeitslose, Flüchtlinge, Bezieher von Sozialhilfe oder Mindestpension beantragen. Im Vorjahr wurden 1342 Stück ausgestellt, heuer sind es bisher 708.

Es könnten mehr sein, denn in Oberösterreich sind 145.000 Menschen armutsgefährdet (912 Euro Haushaltseinkommen 12-mal im Jahr für eine erwachsene Person). (beli)

Info: www.kunsthunger-ooe.at, Sozialplattform OÖ Tel. 0732 / 66 75 94

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Artikel 09. September 2010 - 00:04 Uhr
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