Mehrere silberbeschichtete Kupferplatten, Quecksilber, Brom und Goldchlorid sind für die Herstellung einer Daguerreotypie notwendig. Bei diesem fotografischen Verfahren aus dem 19. Jahrhundert, entwickelt vom französischen Maler Louis Daguerre, wird das Bild bei der Aufnahme nicht mit einem Spiegel umgelenkt. Die Abbildung ist seitenverkehrt und eigentlich ein Negativ; je nach Betrachtungswinkel sieht man sie aber auch als Positiv.
Wissenschaftler des Instituts für Organische Chemie der Universität Wien haben die Aufnahme im Originalverfahren mittels Quecksilberdampf und Goldlösung auf Silberplatte gebannt. "Kein ungefährliches Unterfangen, aber wir verfügen über das entsprechende Knowhow und ein gut ausgestattetes Labor", sagte Harry Martin vom Institut.
Nach mehr als 150 Jahren wiederbelebt
Nach der Quecksilberentwicklung und dem anschließenden Fixierbad erhalten die Bilder durch ein Bad in 90 Grad heißer Goldchloridlösung noch mehr Schärfe. "Wir sind stolz, dass es uns geglückt ist, diese Fotografie-Methode wiederzubeleben. Vermutlich sind wir die ersten seit über 150 Jahren, die mit einer Original Daguerréotype Kamera und dem Daguerre-Verfahren gearbeitet haben", so Martin.
Kunstprojekt
Entstanden sind die Fotos im Rahmen des Kunstprojekts "Wake up the sleeping beauty". Der kubanische Fotograf Nelson Ramirez reproduziert im Auftrag der Firma WestLicht 30 Daguerreotypien aus dem 19. Jahrhundert in Wien, Salzburg und am Attersee. Die Kamera wurde 2007 von WestLicht zum Rekordpreis von 576.000 Euro versteigert und für das Projekt von den neuen Besitzern zur Verfügung gestellt.
Frau steckte eine Stunde mit Fuß in Zehn-Zentimeter-Spalt fest
Eurokrise bringt Credit Suisse ins Straucheln
Real vor Barca umsatzstärkster Club Europas
Sparpaket: Länder steuern 5,2 Mrd Euro bei