„Fabelhaft“, befand Schwabenitzky, als ihm die Story zu „Furcht & Zittern“ angeboten wurde. „Eine Ehefrau kommt in ganz schweren Zeiten drauf, dass sie von ihrem Mann regelmäßig betrogen wird. In ihrer Verzweiflung möchte sie ihn erschießen, bringt es aber dann doch nicht über sich, landet mit der Waffe in einer Apotheke, wo man an Überfall glaubt. Na wenn schon, sagt sich die Frau, und nimmt eine Geisel. Was sie nicht weiß: Philipp, die Geisel, ist mit sämtlichen Phobien ausgestattet. In seinem Auto flüchten sie vor der Polizei – wobei der Polizist ihr Ehemann ist. Also der, den sie erschießen wollte.“
Wie Eschke zur Rakete wurdeAusdrücklicher Wunsch des Produzenten war, dass Elfi Eschke die Hauptrolle der Hertha Wolf spielen sollte. Schwabenitzky hatte nichts dagegen. Sie ist nicht nur seine Angetraute, er hat sie seinerzeit auch entdeckt, als er die Serie „Büro, Büro“ zu besetzen hatte.
„Das Spannungsfeld der Serie bestand im Verhältnis zwischen dem Chef und einer kleinen Tippse. Für den Chef holte ich Joachim Wichmann, ein Glücksgriff. Und für die Tippse castete ich Elfi, die mir schon zuvor aufgefallen war. Durch ‚Büro, Büro’ stieg sie wie eine Rakete auf.“ Schwabenitzky entdeckte noch andere oder gab ihnen eine zweite Chance.
Karl Merkatz und Ingrid Burkhard: Als der ORF ihm vorschlug, Ernst Hinterbergers „Salz der Erde“ zu verfilmen, Ausgangspunkt für die Serie „Ein echter Wiener“, bekam er für die Darstellerin der Toni „einen Tipp: Es gibt eine, die ist Wienerin, aber momentan nicht in Wien. Es war Ingrid Burkhard. Beim ersten Händeschütteln habe ich gewusst. Sie ist es! Und dann noch der Mundl. Ich kannte Merkatz von kleinen Rollen bei Axel Corti. Stur, wie ich bin, habe ich mir eingebildet: Er muss Mundl sein. Ich bat ihn nach Wien. Er kam mit dem Nachtzug, musste um 15 Uhr wieder nach München fliegen. Da war er bereits besetzt.
Christoph Waltz: 1977 kurbelte Schwabenitzky den 90-Minuten-Film „Der Einstand“. Es wurde der Einstand für einen gewissen Christoph Waltz. „Ich habe ihn faktisch aus dem Reinhardt-Seminar geholt. Er flog dort raus, weil man ihm keine Spiel-Erlaubnis geben wollte. Sein Talent war herausragend. Ich sagte zu ihm: ‚Aus dir wird einmal ein Großer, pass nur auf, dass du nicht abhebst!’ Ich hätte übrigens einen Film für ihn im Kopf, habe ihm das angedeutet.“
Marianne Mendt: „War weg vom Fenster, als ich sie für den ‚Kaisermühlen Blues’ engagierte.“
Götz Kauffmann. „Ich hatte ihn am Salzburger Landestheater gesehen, holte ihn für den ‚Echten Wiener’. Ein herrlicher Charakterkomiker, aber leider ein immer ziemlich lebensunfähiger Mensch.“
Fortsetzung folgt bestimmt.
Jetz gibs voll die witztige Mundl App fürs Android - Die Mundl Jukebox !!
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