Stars, Glamour und vor allem Filme: Heute starten die Internationalen Filmfestspiele in Venedig. 24 Filme rittern von 1. bis 11. September um den Goldenen Löwen, insgesamt 83 Filme werden in den vier Hauptschienen vorgestellt. Österreich ist mit sechs Produktionen und Koproduktionen in Venedig vertreten. Die österreichische Schauspielerin Sophie Rois spielt zudem in dem deutschen Wettbewerbsbeitrag „Drei“ von Tom Tykwer eine Hauptrolle.
Den Juryvorsitzenden der 67. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt gibt der exzentrische Regisseur und Drehbuchautor Quentin Tarantino („Inglourious Basterds“). Der 47-Jährige setzte heuer alles daran, vor allem junge, schillernde Charaktere auf den roten Teppich am Lido zu locken.
Statt Altmeistern und Hollywoodlegenden sind unter seinem Vorsitz vorrangig „kantige, amerikanische Stars“ wie Vincent Gallo und Monte Hellman vertreten. Aber auch Hollywoodstars wie Helen Mirren, Joaquin Phoenix und Ben Affleck werden erwartet.
Als junger Filmemacher tritt der 41-jährige Darren Aronofsky auf, der nach seinem Gewinn des Goldenen Löwen für „Der Wrestler“ vor zwei Jahren nun sein neuestes Werk „Black Swan“ präsentiert. Der Psychothriller mit Vincent Cassel und Natalie Port-man wird heute Abend als Eröffnungsfilm zu sehen sein. Als Höhepunkte gelten der neue Streifen von Sofia Coppola, „Somewhere“, und der mit Gerard Depardieu und Catherine Deneuve besetzte Film „Potiche“ von Francois Ozon. Mit Spannung erwartet wird „Essential Killing“, der überraschend in letzter Minute zum Wettkampf zugelassen wurde. Im Streifen des polnischen Regisseurs Jerzy Skolimowski mimt der Maler und Schauspieler Vincent Gallo einen Taliban-Kämpfer, dem die Flucht aus der US-Gefangenschaft gelingt. Im hochkarätig besetzten Streifen des amerikanischen Regisseurs Julian Schnabel, „Miral“, verkörpert Freida Pinto („Slumdog Millionär“) an der Seite von Vanessa Redgrave und Willem Dafoe ein palästinensisches Waisenmädchen, das inmitten von Krieg und Konflikt aufwächst.
Kurzes aus Österreich
In der Sektion Orizzonti wird der österreichisch-niederländische Dokumentarfilm „The Forgotten Space“ der Regisseure Noel Burch und Allan Sekula gezeigt.
Vier österreichische Streifen treten im Orizzonti-Wettbewerb für Kurzfilme an, allen voran „Shadow Cut“ von Martin Arnold und „Mouse Palace“ von Harald Hund und Paul Horn. Sasha Pirker stellt weiters den Dokumentarfilm „The Future will not be Capitalist“ vor, während Peter Tscherkassky seinen Streifen „Coming Attractions“ präsentiert.
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