„Es müsste endlich eine Verständigung zwischen Land und Stadt geben, dass bei der Kultur kein parteipolitisches Interesse vorhanden sein darf.“ Mit diesem Satz leitete Dirigent Franz Welser-Möst, ab morgen Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, im großen Samstagsinterview der OÖNachrichten seinen Gedanken ein, in Linz das Theater und das Brucknerhaus in einer Gesellschaft, in einer Hand zusammenzuführen.
„Man muss einmal davon ausgehen, dass das Entscheidende die Qualität des Kulturprogramms ist und dass es den Bürger relativ wenig interessiert, ob er in einem Haus oder einer Institution des Landes, der Stadtgemeinde oder von wem auch immer sitzt“, sagt Landeshauptmann Josef Pühringer.
Vor allem in der jüngeren Vergangenheit habe man die Kooperationen intensiv gesucht. „Ich bin gerne bereit, diesen Weg weiterzugehen. Ob er letztendlich zu einer Art Fusion von Kulturträgern führt, lasse ich dahingestellt, ich schließe es aber nicht aus.“ Die Zusammenführung unter einem Dach könne herauskommen, „aber da will ich nichts mit der Brechstange machen“.
Er sei überzeugt, dass man nach der Eröffnung des Musiktheaters und der Bruckneruniversität in einer anderen Qualitätsliga in der Kultur mitspiele. „Dass es für diese Zeit jetzt schon Vorbereitungen gibt, beweist die gemeinsame Arbeit an einer neuen Festivalkonstruktion.“ Das politische Signal für ein spartenübergreifendes Frühjahrsfest hätten sowohl er als auch der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch und Kulturreferent Erich Watzl bereits gegeben. „Aber es macht wenig Sinn, über ungelegte Eier zu reden, wenn der Diskussionsraum noch ein sehr breiter ist“, sagt Pühringer. „Ich bin guter Dinge, dass das in die richtige Richtung geht, abe es wäre nicht klug, zu sagen, dass wir morgen unter einem Dach sind, denn die Träger und die Häuser haben eine Geschichte, die man berücksichtigen muss. Aber ich denke, dass der gemeinsame Weg der Zukunftsweg sein wird.“
Die Gedanken sind frei
In die Kategorie „Gedanken sind frei“ reiht der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch die Welser-Möst-Anregung ein. So einfach gehe das nicht, „wir sind ja ein Veranstaltungskonzern, zu dem neben dem Brucknerhaus auch der Posthof, das Kinderkulturzentrum, das Stadion und die Bezirkssportanlagen dazugehören.“
Verbindendes sieht das Stadtoberhaupt in der Neustrukturierung des Brucknerfestes im Hinblick auf das neue Musiktheater. Die Entwicklung eines gemeinsamen Festivals mit Musik und Schauspiel erachte er als „sinnvoll“, wenngleich noch viele Fragen offen seien: Wie und wann macht man so ein Festival? Bekommt es eine eigene Intendanz? Wie sieht die Organisationsstruktur aus? Hat man das Geld, das dafür notwendig ist?
Mit gemeinsamen Gesellschaften habe er so sein Problem, sagt Franz Dobusch: „Das Theater und das Musiktheater sind von der Folgekostenseite her mit Abstand teurer als das Brucknerhaus. Wir könnten uns keine Halbehalbe-Gesellschaft leisten. Ich bin nicht bereit, für ganz Oberösterreich fünfzig Prozent der Kosten zu übernehmen.“
Welser-Mösts Schluss, die Fusion brächte Synergie- und Programmierungsvorteile, kontert Dobusch: „Dann werden wir den Musikverein und die Staatsoper auch zusammenführen.“ (beli)
Ich täte es auch nicht mit der Brechstange sondern mit HIRN versuchen und die Ideen eines WELSER MÖST sind es allemal Wert darüber nachzudenken!
schwarz und rot können und wollen nicht miteinander.zb.die verkehrssituation und etliches sonstiges....das beschauliche volk bekommt aber das kaum mit und daher ist nichts zu ändern.
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