Nach dem Eröffnungskonzert beim Saalfeldner Jazzfestival sprachen die OÖN mit Trompeter Franz Hautzinger. „Ich habe wieder einmal Lust gehabt, richtigen Jazz zu spielen“, sagt Hautzinger: „Wir haben fünf Tage geprobt, vieles ist notiert, aber den Großteil der Partitur machen die Musiker aus.
Bei einem Festival wie Saalfelden geht’s viel um Vergleich, um eine Art Wettbewerb. Wenn die Band aber keine Seele hat, die Musiker nicht den richtigen Spirit, hilft es gar nichts, wenn sie noch so gut spielen.“
Lippenlähmung
Bei dem Konzert spielten ein Neuseeländer, ein Australier, Amerikaner mit. Wie stehen Österreichs Jazzer da im Vergleich? „Es gibt sehr gute Leute. Viel Renommee haben natürlich Puschnig und die Muthspielbrüder. Es gibt auch sehr gute Oberösterreicher. Was Christian Maurer mit der Big Band macht, ist ganz grandios.“ Auf seine musikalische Entwicklung angesprochen, erzählt Franz Hautzinger von seiner Lippenlähmung. Zehn Jahre konnte er nicht spielen, da habe er viel komponiert, seine Technik umstellen müssen und mehr als zwei Jahrzehnte unterrichtet.
Zu gekürzten Kultursubventionen meint er, dass die Politik anscheinend noch immer nicht verstanden habe, wie wichtig Kultur als ökonomischer Faktor in Österreich sei. „Wenn wir so spielen würden, wie die uns regieren, würde uns keiner hören wollen.“ (haun)
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