Zum zehnten Mal steigt heuer das „Frequency“, Österreichs wichtigstes Musikfestival. Von 19. bis 21. August drücken sich in St. Pölten die Stars der Musikwelt die Klinke in die Hand. Die OÖNachrichten weisen den Weg durch den Festival-Dschungel.
• Die wichtigsten Acts
Der musikalische Höhepunkt steigt bereits am Donnerstagabend mit dem allenthalben herbeigefieberten Auftritt der unumstrittenen Headliner Muse (Race-Stage, 23.10 Uhr). Mit ihrer mitreißenden Mischung aus ausufernden Emotionen und wütenden Soundgewittern gilt die Band um Mastermind Matt Bellamy als eine der besten Live-Bands des Planeten (Beweis: das Live-Album „Haarp“ von 2008). Am Freitag gibt sich zur gleichen Zeit auf der gleichen Bühne das Bristoler Trip-Hop-Trio Massive Attack die Ehre. Ein Pflichttermin für alle Fans exquisiter Dub-Beats, feinsten Souls, knackiger Dance-Rhythmen und gediegener Rap-Einlagen. Ein musikalisches Schmankerl versteckt sich am Freitagnachmittag auf der Green-Stage, wo ab 17.15 Uhr System-Of-A-Down-Sänger Serj Tankian erste Songs aus seinem am 17. September erscheinenden neuen Soloalbum „Imperfect Harmonies“ vorstellt. Musikalisch etwas weniger versierte, dafür umso brachialere Kost bieten am Samstag die Düsseldorfer Punkveteranen der Toten Hosen (ebenfalls Race-Stage, 23.10 Uhr). Anheizer für die „Hosen“ sind ab 21.20 Uhr die kanadischen Rocker von Billy Talent.
• Die Geheimtipps
Gleich drei sehenswerte Newcomer-Bands gibt’s am Donnerstag zu entdecken: Auf der Green-Stage spielen ab 15.20 Uhr zuerst die Londoner Folkrocker Mumford & Sons, gefolgt von The Gaslight An-them (ab 16.25 Uhr), die hymnischen Rock’n’Roll Springsteen’scher Prägung zelebrieren. Mit „Hollywood“, einer bissigen Persiflage auf den amerikanischen Traum, stürmen Marina & The Diamonds derzeit weltweit die Charts. Am Frequency gastiert die Band um die quirlige walisisch-griechische Sängerin Marina Diamandis (24) ebenfalls am Donnerstag auf der Weekender-Stage (Beginn: 20.30 Uhr). Lokalpatriotischen Rock-Fans sei noch der Auftritt der Linzer Band The Beth Edges am Samstag (Weekender-Stage, 16.40 Uhr) ans Herz gelegt.
• Die Bühnen
Seit 2008 haben die Fans am Frequency die Qual der Wahl zwischen drei Bühnen: auf der Race-Stage tummeln sich an drei Abenden die großen Headliner des Festivals, auf der etwas kleineren Green-Stage gibt sich das „Who’s Who“ der Indie-Szene ein Stelldichein, die Weekender-Stage wiederum ist Pflicht für alle, die gerne unbekannte Bands und verborgene Talente für sich entdecken. Nachdem die letzten Klänge verklungen sind, geht es mit dem Nachtprogramm im Nightpark mit elektronischen Beats bis in die frühen Morgenstunden weiter. Unter anderem mit dabei: Paul Kalkbrenner, Deadmaus, Ed Rush oder Tiefschwarz. „Wir haben quasi zwei Festivals in einem“, so Veranstalter Harald Jenner.
• Das Umwelt-Konzept
Musik, Party, Camping – und dabei auf die Natur Rücksicht nehmen. Ein neues Umweltkonzept soll helfen, die Berge an leeren Bierdosen und entsorgten Zelt-Überbleibseln zu minimieren. Neben dem vermehrten Einsatz von Räumtrupps, Mehrwegbechern und zusätzlichen Müllcontainern kommt ein Dosen-Entsorgungskonzept zum Tragen, das selbst bierumnebelten Rockern einleuchtet: für 15 leere Dosen gibt’s einen Gutschein für ein gut gekühltes Hopfengetränk.
• Die Sicherheit
„Wir wissen durch den Kartenverkauf, wie viele Leute kommen, wie und wann sie zuströmen“, so Veranstalter Jenner. „Und 50.000 Menschen sind nicht eine Million.“ Im Notfall ließen sich Absperrungen rasch öffnen, es seien überdies zahlreiche freie Flächen zum Ausweichen vorhanden. An den drei Festivaltagen werden insgesamt 100.000 Besucher erwartet.
Nämlich DEN (noch) Geheimtipp des Jahres:
Blue October (US) spielen am Samstag am Race-Stage. Zwar "nur" nachmittags, trotzdem sind die Jungs aus Texas Grund genug sich aus den Federn (Zelten) zu quälen und einen Ordentlichen Frequency Abschlusstag einzurocken!!!
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