Zur Eröffnung der Salzburger Festspiele sang sie die Szene der Rosenüberreichung aus dem „Rosenkavalier“. Am 31. Juli hat sie als Orfeo in „Orfeo ed Euridice“ Premiere. Elisabeth Kulman – ein internationaler Opernstar aus Österreich.
OÖN: Sie sind erst spät in den Armen der Oper gelandet?
Kulman: Bis zu meinem 22. Lebensjahr spielte Oper keine Rolle. Als Kind war ich eher mit dem Schnulzen- und Pop-Zeug vertraut. Besonders begeistert war ich von Peter Alexander. Wenn ich seine Stimme hörte, sagte ich immer begeistert „Pfauh…“ Der Gesangsstar in unserer Familie war eigentlich mein Bruder.
OÖN: Und wann machte es bei Ihnen „klick“?
Kulman: Ich sang in mehreren Wiener Chören, und das führte langsam zum Gesangsstudium. Auf einmal war ich diplomierte Opernsängerin. Ja, genau so stand’s auf dem Blattl. Schwarz auf weiß. Als ich das las, erlitt ich eine Art von Schock und dachte: Na ja, da muss ich wohl durch…
OÖN: Mit der Karriere ging’s dann aber sehr flott?
Kulman: Gleich mit der Diplomprüfung kam eine Einladung der Wiener Volksoper, die Pamina in der „Zauberflöte“ zu übernehmen. Erst als Cover, doch dann durfte ich ziemlich schnell einspringen. Ich habe es erst am Tag der Vorstellung erfahren – und das Resultat war ein ordentlicher Luftsprung. Nur der Urschrei, den ich ausstieß, als ich in der Staatsoper in der „Fledermaus“ mitwirken durfte, war eine noch stärkere Reaktion.
OÖN: War Ihnen Ioan Holender gleich gewogen?
Kulman: Obwohl ich an der Volksoper bereits ein schönes Repertoire hinter mir hatte, kannte er mich nicht. Die Ohren gingen ihm erst auf, als er mich in einer Radioübertragung der „Zauberflöte“ als Prinz Orlofsky hörte.
OÖN: In Ihrer Karriere gab’s ein bemerkenswertes Ereignis…
Kulman: Sie meinen den Fachwechsel?
OÖN: Richtig. Vom Sopran zur Mezzo- und Altstimme. Wie passiert so was?
Kulman: Ich hatte mich wohl mit viel Willenskraft zu den hohen Tönen gezwungen. Doch irgendwie registrierte ich, dass mein Körper nicht dafür gebaut war. Ich bin schnell müde geworden, war nach Vorstellungen oft heiser. Eines Tages ging ich zum HNO-Arzt, der schaute mir in den Rachen, schlug die Hände zusammen und fragte: „Wie haben Sie überhaupt hohe Töne singen können?“ Anfangs war’s nicht leicht, jetzt bin ich froh, dass ich meine stimmliche Heimat gefunden habe.
OÖN: Und jetzt „Orfeo“ mit Riccardo Muti?
Kulman: Ein Traum, den ich nie geträumt hatte, und der in Erfüllung geht. Weil ich die Partie in Paris gegeben hatte, lud er mich zum Vorsingen ein. Dem Vernehmen nach hat er mich aus einem Dutzend Kandidatinnen ausgewählt. Zum Reden sind wir gar nicht gekommen, ich hab’ nur seine Stimme aus dem Dunkel gehört.
OÖN: Viel Aufmerksamkeit haben Sie auch mit der CD „Mussorgsky Dis-Covered“, die Sie mit einem internationalen Jazzquartett einspielten, erregt?
Kulman: Die vier Musiker sind sowohl in der Klassik als auch im Jazz zu Hause. Uns schwebte eine unkonventionelle Beleuchtung von Mussorgskys Musik vor, eine Betrachtung aus heutiger Sicht. Aber kein billiges Crossover, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung. Wie die Reaktionen zeigen, ist uns das gelungen.
...Orlofsky in der Zauberflöte...da ich annehme, dass sich Frau Kulmann und Herr Holländer auskennen, sollte sich Herr Heinrich hinterfragen, was er da für einen Schmarren zusammenschreibt...
OÖN: War Ihnen Ioan Holender gleich gewogen?
Kulman: Obwohl ich an der Volksoper bereits ein schönes Repertoire hinter mir hatte, kannte er mich nicht. Die Ohren gingen ihm erst auf, als er mich in einer Radioübertragung der „Zauberflöte“ als Prinz Orlofsky hörte.
So hat das Elisabeth Kulman bestimmt nicht gesagt!
Da wurden 2 Opern vermischt, was einem Kultur-Kritiker nicht passieren sollte. Der Prinz Orlvsky ist eine Rolle in der Fledermaus, während der Prinz in der Zauberflöte Tamino heißt.
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