
Füll schnell das Popcorn wieder auf, die aus ,Twilight‘ kommen gleich!“ Die Damen am Buffet im Hollywood Megaplex in Pasching mussten am Samstag mit ungewohntem Ansturm kämpfen.
Immerhin 1000 Mädchen tauschten heißes Badewetter gegen eisige Vampirwelten und sahen sich alle drei Teile von „Twilight“ am Stück im „Triple-Feature“ an. Unter ihnen auch Sabrina Kuhar aus Auwiesen und Lisa Matschi aus Linz. Als Besitzerinnen von „Twilight“-Postern, „Twilight“-Ketterl, „Twilight“-Bettwäsche und natürlich den vier „Twilight“-Büchern waren sie inhaltlich auf das Geschehen vorbereitet, selbst gebastelte „Twilight“-Leiberl wiesen sie sogar als Verehrerinnen und Mitglieder des „Team Jasper“ beziehungsweise des „Team Jacob“ aus. „Mir gefällt die Geschichte, dass er sich so zurückhalten muss, damit er sie nicht beißt“, erklärt die 19-jährige Sabrina die Faszination, die Stephenie Meyers Saga auf sie ausübt. Gelesen haben die beiden Mädchen die Romane sogar auf Englisch, etwas, zu dem sie noch kein anderes Buch verführen konnte. „Der dritte Teil war jetzt auch im Kino viel besser als die ersten beiden, die Werwölfe haben echter ausgeschaut, und auch die Vampire“, stellt Lisa dem Gesehenen ein gutes Zeugnis aus.
Ebenfalls in „Twilight“-Montur hat sich Verena Lick (13) aus Oed geschmissen. Auch wenn sie die 60 „Twilight“-Poster, mit denen sie noch vor kurzem ihr Zimmer tapeziert hatte, mittlerweile von der Wand genommen hat – ihren Liebling Emmet und die anderen Vampire auf der großen Leinwand zu bewundern, lässt sie sich, wie hunderte andere weibliche Fans im Alter von zehn bis sechzig Jahren, natürlich nicht entgehen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Michelle Ruhsam (16) ist sie der Vampir-Saga erst durch den Kinostart verfallen – das vierte und letzte Buch haben sie mittlerweile gelesen, um das Ende zu erfahren. Warum sie zu Fans geworden sind, erklären die beiden so: „Es ist eine Liebesgeschichte – so schön und so romantisch, da steh ich einfach drauf.“
Männer? Ganz vereinzelt waren Exemplare dieser im „Twilight“-Zuschauer-Universum seltenen Spezies im Publikum des Megaplex Pasching auszumachen. Zu erkennen am leidvollen, aber schicksalshaft ergebenen Gesichtsausdruck an der Seite von Freundin, Frau oder Tochter.
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