Duo-Abend: Thomas Albertus Irnberger (Violine), Evgeni Sinaiski (Klavier), Redoutensaal, Linz, 7. Mai.
OÖN Bewertung:
Junge Künstler überraschen immer wieder mit mehr oder weniger Unbekanntem, so der Salzburger Geiger Thomas Albertus Irnberger (25). Er verfügt über großes technisches Können, einen sauberen und klaren Ton, spielt sehr sensibel und diszipliniert. Zwei Titel standen „im Zeichen des Schumann-Jubiläums“, gemeint ist dessen 200. Geburtstag. Der Sonate Nr. 2 des Jahresregenten und der in dessen Schatten stehenden Sonate Nr. 1 vom Dänen Niels Wilhelm Gade (1817–1890) fehlte einiges an romantischer „Blume“. Zudem wurden beide vom Pianisten oft genug kraftvoll übertönt – schade.
Wie ausgewechselt klangen die Phantasien über beliebte und bekannte Opernmelodien. Hier war der Geiger in seinem Element: technisch brillant bis in höchste Lagen und zudem schattierungsreich, ergab sich eine überzeugende musikalische Gestaltung. Auf diese Weise kamen alle Facetten und Fußangeln der vier Kompositionen von den Virtuosen der seinerzeitigen Spitzenklasse Henri Vieuxtemps (Belgien), Pablo de Sarasate (Spanien), Vasa Prihoda (Tschechien) und Jenö Hubay (Ungarn) bestens zur Geltung. Zugaben waren unausbleiblich. (zam)
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