Neujahrskonzert: Werke von Jospeh Haydn, Gustav Holst, (Brucknerhaus, 1. Jänner 2010)
OÖN Bewertung:
2009 war auch das Jahr der Astronomie. In ein gewaltiges musikalisches Universum aus Klang und Bild tauchte das Publikum beim Neujahrskonzert im Brucknerhaus mit einem Linzer Bruckner Orchester in Hochform und seinem Dirigenten Dennis Russell Davies ein. Je einen Satz seiner Orchestersuite „Die Planeten“ widmet der Engländer Gustav Holst (1874–1934) den Eigenschaften, die jedem der sieben Planeten in Gestalt einer antiken Gottheit zugeschrieben sind.
Spätromantische Programmmusik, die sich sich für eine Visualisierung anbietet: Eine Aufgabe, der sich Peter Hans Felzmann ambitioniert annahm und auch das Bruckner Orchester auf originelle Weise mit einband: Aus der Vogelperspektive wirkten die Musiker mit ihren Pulten selbst wie Sterne eines Universums um ihre „Dirigentensonne“. Impressionen mit Anspielungen auf Wissenschaft und Mythologie begleiteten auf der Leinwand eine klanggewaltige Reise durch das Universum wie den Lauf des Lebens.
Schwungvoller Haydn
Angefangen vom martialischen Auftakt mit einem rebellischen Mars, über die Entdeckung der Liebe dank der verführerischen Venus bis zur mystischen Weisheit Neptuns und einem sphärischen Ausklang mit den Sängerinnen des Mozartchors des Linzer Musikgymnasiums (bestens einstudiert von Wolfgang Mayrhofer).
Dem Jahresregenten Joseph Haydn und dessen letzter Londoner Sinfonie in D-Dur Nr. 104 widmete sich der zweite Teil. Mit weniger Musikern, aber demselben Schwung und Elan wie noblem Wohlklang.
Ein schwungvoller und gelungener Auftakt in ein hoffentlich ebensolches neues Jahr.
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