In einem offenen Brief an Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll und Bundesministerin Claudia Schmied protestieren die Redaktions-Betriebsräte der Bundesländer-Printmedien „Kleine Zeitung“ (Ute Groß), „Tiroler Tageszeitung“ (Carmen Baumgartner), „Salzburger Nachrichten“ (Martin Stricker) und „Oberösterreichische Nachrichten“ (Eike-Clemens Kullmann) gegen die Ungleichbehandlung und Einseitigkeit durch Bildungsministerin Schmied bei der Schaltung von Inseraten.
Aufgrund einer parlamentarischen Anfrage wurde bekannt, dass Claudia Schmied binnen weniger Wochen 460.000 Euro für Anzeigen ausgegeben hat, die zum Großteil in den Boulevardblättern „Österreich“, „Heute“ und „Kronen Zeitung“ geschaltet wurden. Dabei handelt es sich um massive Wettbewerbsverzerrung zu Lasten von Arbeitnehmern von Printmedien in den Bundesländern Steiermark, Tirol, Salzburg und Oberösterreich, sagen die Betriebsräte. Sie fordern dazu auf, die häufig geübte Praxis der Benachteiligung bei der Vergabe von Werbeetats staatsnaher Unternehmen sowie der Ministerien nicht mehr zuzulassen.
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