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AEC: An den Grenzen des Wissens

„Grenzgenial“, unter diesem Titel lädt der österreichweit agierende Verein „Science Center Netzwerk“ am 27. Oktober, 18 Uhr, ins Linzer Ars Electronica Center (AEC).

Es ist die Auftaktveranstaltung zu einem Netzwerk-Projekt, an dem Partnerorganisationen des Vereins mitwirken: neben dem AEC das Technische Museum Wien, die Experimentierwerkstatt Wien, das Kindermuseum Graz, das Kinderbüro der Uni Wien, das Zoom Kindermuseum Wien und das Haus der Mathematik in Wien. Der Verein betreut 90 Partner in Österreich, seine Hauptaufgabe ist die interaktive Vermittlung von Wissenschaft und Technik.

„Unser neues Netzwerk-Projekt soll die vielfältigen Grenzen in unserem Alltag verständlich machen“, sagt Molekularbiologin Barbara Streicher (40), Geschäftsführerin des „ScienceCenter Netzwerks“. Zeitgleich mit der Auftaktveranstaltung wird eine interaktive Website eröffnet, auf der Laien und Forscher ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema „Grenzen“ einbringen können ( www.grenzgenial.at).

Ein Beispiel: die Grenze zwischen Licht und Schatten. „Man könnte dazu etwa Fotos ins Netz stellen oder eine bestimmte Fragestellung, vielleicht sogar eine eigene Hypothese“, sagt Streicher. Warum werfen manche Objekte einen scharf konturierten Schatten, andere einen verschwommenen? „Es geht darum, sich über Grenzphänomene Gedanken zu machen, eigene Versuche anzustellen und daraus Schlüsse zu ziehen“, sagt Streicher.

Die neue Website soll sich zu einem „kooperativen Prozess“ entwickeln: Wissenschafter können sich einklinken und aus ihrem Forschungsgebiet berichten. Speziell für wissbegierige Schüler bietet die Website Möglichkeiten der Wissensvernetzung. Wer sich an der Plattform beteiligt, kann mit jedem Eintrag Punkte sammeln und Preise gewinnen.

Versuche zum Mitmachen

Eine Auswahl der gesammelten Ideen wird das „ScienceCenter Netzwerk“ ab Mai 2010 in konkrete Stationen zur Wissensvermittlung umsetzen – Experimente zum Mitmachen, die von diversen Veranstaltern genutzt werden können. Einen Vorgeschmack bietet die Auftaktveranstaltung am Dienstag (Eintritt frei).

Nach der Begrüßung durch Margit Fischer, Gattin des Bundespräsidenten und Vorsitzende des „ScienceCenter Netzwerks“, werden fünf „grenzgeniale“ Wissenschafter Beispiele aus ihrer Forschung präsentieren und mit den Besuchern diskutieren: Weltraumforscherin Ute Amerstorfer, Biochemikerin Renée Schröder, Soziologin Hilde Weiss, Ökonom Friedrich Schneider und der Mathematiker Rudolf Taschner, „Wissenschafter des Jahres 2004“. Ausgewählte interaktive ScienceCenter-Stationen sollen das Thema „Grenzen“ in seiner Vielfalt erlebbar machen.

In diesen Experimentier-Werkstätten kann man etwa „am eigenen Leib“ die Grenze der elektrischen Leitfähigkeit von Metallen erfahren – durch Auflegen der Hand auf eine „Handbatterie“. Man lernt seinen „ökologischen Fußabdruck“ kennen und erfährt am Spieltisch, warum mathematische Grenzwerte ins Unendliche gehen. Die Grenzen der Mobilität sind ebenso ein Thema wie die Grenze Mensch/Maschine. Und was die Grenzen der Wahrnehmung betrifft: Da zeigt allein schon das Projekt-Logo, auf dem Gelb und Grün ineinander übergehen, wie schwer die Feststellung einer Grenze tatsächlich ist.

Anmeldungen zur Auftaktveranstaltung bis 26. Oktober auf office@science-center-net.at

Kommentare
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Artikel 24. Oktober 2009 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern An den Grenzen des Wissens

In einem multimedial unterstützten Brettspiel lernen Kinder die „Grenzen der Mobilität“ kennen.  Bild: Grazer Kindermuseum, Kinderbüro Wien

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