Seine Beweggründe legte der Cellist in einer denkwürdigen Festrede dar, ausgehend vom Begriff der Kultur und ihrem gesellschaftlichen Wert als „Basis für ein dialogisches und humanistisches Zusammenleben“. Kunst wolle „zwar von allen konsumiert, aber von niemandem finanziert werden“, sagte Rummel. Der Begriff der „Kultur“ im wahrsten Sinn des Wortes, nämlich „alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt“, sei „von den zivilisatorischen Errungenschaften verrutscht zu künstlerischen Ereignissen, die man anscheinend nicht genauso selbstverständlich findet wie Kinderspielplätze und daher nicht einfach erhalten, sondern ,subventionieren’ muss.
Das lateinische Wort ,subvenire’ heißt ,zu Hilfe kommen’. Warum muss man künstlerischen Ereignissen zu Hilfe kommen – und Krankenhäuser ,erhalten’?“. Zur finanziellen Verantwortung könne jedoch nicht allein die öffentliche Hand gebeten werden: „Es kann nicht angehen, dass die öffentliche Hand alleine die Kunst am Leben erhalten muss, wenn gleichzeitig die Spende an das Rote Kreuz steuerlich absetzbar ist.“
Ein, wie er zugab, „aus dem Konzept gebrachter“ Landeshauptmann schritt ans Rednerpult: „Die Problematik ist mir bewusst“, zeigte sich Josef Pühringer gesprächsbereit: „Wir sind bereit, die Rahmenbedingungen in gewissem Ausmaß zu ändern.“ In Richtung Intendant: „Sie wären nicht der Erste, der vom Rücktritt zurücktritt.“
Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, damit es besser wird…
Die Festrede von Intendant Martin Rummel
alle achtung, macht der kunst alle ehre !! 
sowas lese ich gerne !!! 
lg. at
Die Rede von Herrn Rummel hört sich ja wunderschön an, aber was kommt heraus, Worthülsen!
Es geht Herrn Rummel - auf den Punkt gebracht - doch nur um das liebe Geld. Ich nehme an, die Subventionen vom Land waren in den letzten Jahren beachtlich und in Zeiten "in denen das goldene Füllhorn nicht mehr unerschöpflich ist", sollte man sich eben nach der Decke strecken.
Ein Kulturevent "Klassikfest Mühlviertel" ist ja grundsätzlich zu begrüßen. Aber wozu müssen Künstler aus fünf Ländern verpflichtet werden (wahrscheinlich nicht billig, auch wenn es Freunde sind), wo es im Kulturland Oberösterreich viele junge KünstlerInnen gibt, die tadellose Konzerte in Oberneukirchen spielen könnten (und kostengünstig).
Ich meine, die Vergleiche die Herr Hummel anführt sind ja an den Haaren herbeigezogen.
Aus der Rede von Herrn Rummel höre ich doch auch "gekränkte Eitelkeit" heraus.
...........wo es im Kulturland Oberösterreich viele junge KünstlerInnen gibt, die tadellose Konzerte in Oberneukirchen spielen könnten (und kostengünstig).
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Da pflichte ich vorbehaltslos bei. Für Oberneukirchen würden es ja auch ein paar mittelklassige Musikschulabsolventen tun, eventuell mit Blockflöte, Saugeige und Fotzhobel, wie sie eben von der seit Ratzenböck hochstilisierten Aera des Musikschulwesens kommen.
Aber für "liss" wird wahrscheinlich die "Rücktrittsrede" immer ein Buch mit sieben Notenschlüsseln bleiben.
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