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Tatort: Entlarvende Liebe

Die Krimireihe „Tatort“ lässt das digitale Übel jetzt gern im analogen Raum aufschlagen.

Die Botschaft lautet: „Die Gfraster lauern nicht mehr in finsteren Gassen, sie campieren in euren Rechnern!“ So neu ist das nicht, obwohl die Begriffe „Darknet“ oder „Bitcoins“ für Menschen, denen die Google-Suche genug Internet bedeutet, böhmische Dörfer sind.

Der letzte Kieler „Tatort“ mit dem entzückend weltfremden Kommissar Borowski (Axel Milberg) weiß die Bedrohung der Cyber-Schurken auch nicht abzubilden. Mit dem Egoshooter-Auftakt, bei dem der Zuschauer den Mord an einem Polizisten aus der Täter-Perspektive verfolgt, geht es dramatisch los.

Danach verdunstet die Spannung zwischen Überforderungssatire und Nerds-Karikatur – ein Cyber-Polizist stottert bemüht, der andere gleitet auf Schuhen mit Rollen durch den Serverraum. Immerhin schimmert durch, wie hilflos die Exekutive hinter den Glasfaserkabel-Schurken her taumelt. Der digitale Frischling Borowski verliebt sich in die weibliche Stimme seines Handy-Sprachassistenten.

Ein Glück, dass Kollegin Brandt (Sibel Kekilli) eine Hacker-Vergangenheit hat. Sie zerrt den Film zurück in die Ernsthaftigkeit, und während alle auf die Auswirkungen der in die Polizei-Software gespeisten Trojaner starren, erledigt sie den fiesen Drahtzieher alleine. Fatalerweise hatte der sich in Brandt verliebt – Emotion, seine einzige Schwäche. Es war Kekillis letzter „Tatort“, ihre Bodenhaftung wird in Kiel fehlen.

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Artikel Peter Grubmüller 19. März 2017 - 21:50 Uhr
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