Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 24. Februar 2018, 03:24 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Samstag, 24. Februar 2018, 03:24 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Star von "Kobra, übernehmen Sie" ist tot

Oscar-Preisträger Martin Landau starb im Alter von 89 Jahren in Hollywood.

Star von "Kobra, übernehmen Sie" ist tot

Martin Landau Bild: APA/AFP/DAVID MCNEW

Auch mit 89 Jahren hatte er noch mehrere Projekte geplant, und so kam die Todesnachricht am Sonntag letztlich überraschend. Der US-Schauspieler Martin Landau, ein vielseitiger Charakterdarsteller, ist tot. Er starb am Samstag "nach unerwarteten Komplikationen" während eines kurzen Krankenhausaufenthaltes in Los Angeles. Warum er dort zur Behandlung war, war vorerst nicht bekannt. In Hollywood hatte es der Schauspieler nicht immer leicht, erst 1995, nach Dutzenden Spielfilmen und zwei früheren Oscar-Nominierungen, erhielt er für seine Rolle als Bela Lugosi in "Ed Wood" seinen Oscar als bester Nebendarsteller.

Nach Theaterauftritten am New Yorker Broadway landete er 1959 in Hollywood – gleich vor der Kamera von Alfred Hitchcock. An der Seite von James Stewart und James Mason spielte er in dem Thriller "North by Northwest" ("Der unsichtbare Dritte") mit. Es folgte eine kleine Rolle als römischer Soldat in dem Monumentalfilm "Cleopatra". Dann wechselte er vor die Fernsehkamera. Als Geheimagent Rollin Hand in der Serie "Kobra, übernehmen Sie" wurde Landau zum TV-Star. Eine Rolle, die ihn lange festlegte. An der Seite seiner damaligen Ehefrau Barbara Bain mimte er drei Jahre lang den oft maskierten Agenten. In den 70er-Jahren war das Paar in der britischen Science-Fiction-Serie "Mondbasis Alpha 1" zu sehen. Die Ehe ging 1993 nach mehr als 35 gemeinsamen Jahren auseinander.

Nach Jahren in B-Movies wurde Woody Allen auf ihn aufmerksam, und Martin Landau gelang ein zweiter Karrierestart. In dem beklemmenden Thriller "Remember" übernahm er vor zwei Jahren noch die schwierige Rolle eines im Rollstuhl sitzenden Auschwitz-Überlebenden und bekam dafür sehr gute Kritiken.

Kommentare anzeigen »
Artikel OÖN 18. Juli 2017 - 00:04 Uhr
Mehr Kultur

"Schatzilein, ich habe keine Zeit zum Träumen"

Als "Ilse Kottan" wurde sie berühmt, im Burgtheater nie wirklich glücklich: Morgen wird Bibiana Zeller 90 ...

Wo hört Kunst auf – und wo fängt Sexismus an?

Das Gemälde "Hylas und die Nymphen" wurde als Beitrag zur #MeToo-Debatte in Manchester abgehängt.

Viele eingebildete Kranke

OÖN-Filmkritik zu "Docteur Knock - Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen": Leichte Film-Unterhaltung mit ...

Architektur: Kiesler-Preis geht an Yona Friedman

Der Österreichische Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst geht heuer an den 94-jährigen ...

Eine Familie gedenkt Ilse Mass

Darstellerin Bettina Buchholz und ihre beiden Töchter feiern den Witz einer 1938 vertriebenen Jüdin.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!