Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 23. Oktober 2017, 13:38 Uhr

Reichenau im Mühlkreis: 6°C Ort wählen »
 
Montag, 23. Oktober 2017, 13:38 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

"Scham ist ein einflussreicher Motivator"

Als Reaktion auf die "weißen Oscars": Die Academy reformiert die Regeln für alte, inaktive Mitglieder.

"Scham ist ein einflussreicher Motivator"

Sagt, was sie denkt: Ava DuVernay Bild: Reuters

Das Wochenende brachte kaum Beruhigung in Hollywood. Die Klage afroamerikanischer Darsteller, wonach die heurige 88. Oscar-Vergabe eine rein weiße sei, blieb aber bei der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" nicht ungehört.

In der Nacht auf Samstag erreichte die rund 6000 Mitglieder, die die Künstler für den begehrtesten Filmpreis nominieren, eine offizielle Nachricht ihrer Organisation. Darin wurden grundlegende Neuerungen mitgeteilt, die man 2016 umsetzen will. Die wesentlichste Veränderung betrifft die Dauer des Status, durch den ein Mitglied für den Oscar abstimmen kann. Sie greift aber nicht nur bei neuen, sondern auch bei alten Mitgliedern. Konkret: Wer seit zehn Jahren nicht mehr in der Filmbranche aktiv war, verliert das Recht zu wählen. Außer er oder sie hat einen Oscar gewonnen oder wurde mindestens dafür nominiert.

Ein kluger Schachzug, glaubt man an einen Zusammenhang zwischen dem "Alter" und "rassistischer und/oder frauenfeindlicher Gesinnung". Denn gerade ältere, weiße Männer sind in der Academy in der Mehrzahl. Damit soll der Plan aufgehen, bis 2020 doppelt so viele Frauen und Menschen verschiedenster kultureller Hintergründe in der Academy zu haben.

Ava DuVernay, Regisseurin des Martin-Luther-King-Films "Selma", kommentierte erfreut, aber trocken: "Scham ist ein einflussreicher Motivator." Realistisch bleibt Chaz Ebert, Journalistin und Witwe von Kritiker-Legende Roger Ebert. Die Industrie müsse nachziehen. Denn werden Künstler nicht der Vielfalt entsprechend engagiert, kann man sie auch nicht nominieren. (nb)

Kommentare anzeigen »
Artikel 25. Januar 2016 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Rockmusiker "Daisy Berkowitz" gestorben

LOS ANGELES. Scott Mitchell Putesky, als Gründungsmitglied und Gitarrist von Marilyn Manson, besser ...

Vöcklabruckerin begeisterte "Supertalent"-Jury

"So eine Frau wie Dich habe ich mir immer gewünscht", schwärmte Dieter Bohlen nach dem Auftritt einer ...

Daniel Kehlmanns "Tyll": Ein zerrissener Narr in chaotischen Zeiten

Der deutsch-österreichische Autor hat einen lesenswerten historischen Roman geschrieben.

Er fotografierte die Unsichtbaren: Ausstellung von Robert Frank in der Albertina

WIEN. Sein Einfluss kann nicht unterschätzt werden: Robert Frank revolutionierte im 20.

20 Jahre nach erstem Konzert: Neues Live-Album von Austria3

WIEN. Zum 20. Jahrestag der A3-Gründung erscheint das Album "Zwanzig" - mit einem bisher ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!