Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 29. Juli 2015, 22:01 Uhr

Linz: 19°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 29. Juli 2015, 22:01 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Philharmoniker wollen Aufklärung

Das Orchester arbeitet an der Aufarbeitung seiner NS-Geschichte.

Philharmoniker wollen Aufklärung

Clemens Hellsberg, Vorstand der Wiener Philharmoniker Bild: (Weihbold)

Die Wiener Philharmoniker wollen ihre NS-Vergangenheit offensichtlich detailliert aufarbeiten. Orchester-Vorstand Clemens Hellsberg will von dem in Berlin lebenden Sohn des ehemaligen Wiener Gauleiters Baldur von Schirach, Richard, wissen, wer denn Schirach nach dessen Entlassung aus dem Kriegsverbrechergefängnis Spandau 1966 noch einmal den Ehrenring des Orchesters überreicht habe.

Hellsberg wolle zudem dem Orchester die Prüfung und Aberkennung aller seiner Auszeichnungen an Nazi-Größen und Mitläufer vorschlagen. Drei Historiker sollen nun bis Ende März die Rolle des Orchesters in der nationalsozialistischen Zeit nochmals detailliert untersuchen.

Das Orchester hatte 1942 dem später in Nürnberg als NS-Verbrecher hingerichteten Reichskommissar für die besetzten Niederlande Arthur Seyß-Inquart den Ehrenring der Philharmoniker verliehen. Im gleichen Jahr hat auch Schirach diese Auszeichnung erhalten. Schirachs jüngster Sohn Richard behauptet, dass sein Vater 1966 den Ehrenring noch einmal erhalten habe, den Namen des Überbringers habe er bisher jedoch nicht genannt.

Der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser hatte vor Weihnachten die Diskussion über nicht aufgearbeitete Kapitel der Orchester-Geschichte angestoßen.

Kommentare anzeigen »
Artikel 21. Januar 2013 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Die "Heilkräfte des Waldes" gibt es jetzt auch zum Blättern

Grüne Medizin: Der Grazer Biologe Clemens G. Arvay erklärt in seinem Bestseller, warum unser Wald gesund ...

Das Blutgericht wird ab heute wieder zum Theaterspektakel

Das "Frankenburger Würfelspiel" geht mit seiner heutigen Vorpremiere in eine neue Spielsaison, 600 ...

Vom Volkslied bis zu den Mythen der Welt

Dem jugendlichen Talentstatus ist er längst entwachsen.

Der radikal gedachte "Clavigo" wurde zur Farce

Regisseur Stephan Kimmig überhebt sich mit der Neudeutung von Goethes Karrierist bei den Salzburger ...

"Alle zwei Jahre sind die Frankenburger ganz verrückt"

500 Darsteller opfern viel Freizeit, um auf der Freilichtbühne ein Stück Geschichte nachzuspielen.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!