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Österreich singt in Stockholm Französisch

Zoë qualifizierte sich mit dem Lied „Loin d’ici“ für den Songcontest in Schweden.

Mit „Loin d’ici“ trat Zoë an. Sie ist die Tochter von Papermoon-Gründer Christoph Straub. Bild: (ORF)

Eine 19-Jährige wird Österreich beim diesjährigen Eurovision Songcontest (ESC) vertreten. Nachdem sich der ORF unbarmherzig Mühe gegeben hatte, die gestrige „Wer singt für Österreich?“-Entscheidung quälend in die Länge zu ziehen, stand um Zoë mit ihrem französischen Lied „Loin d’ici“ („Weit weg von hier“) 23.18 Uhr als Teilnehmerin in Stockholm fest. Noch nicht als Finalistin, weil sich Österreich über das Semifinale, das am 10. Mai stattfindet, für den großen Showdown (14. Mai) qualifizieren muss.

Die Musikerfamilie Straub

Zoë heißt mit Nachnamen Straub, und Kenner der Branche wissen, dass Musik in dieser Familie zum guten Ton gehört: Ihr Vater ist Papermoon-Gründer Christof Schraub, zusammen mit ihm hat Zoë die Nummer geschrieben. Dass sie von Kameras und Mikrofonen umgeben ist, kennt die gebürtige Wienerin seit ihrem zehnten Lebensjahr. Damals moderierte sie gelegentlich die Sendung „Close up“ von „Confetti TiVi“, ein jahr später machte sie beim Kiddy Contest mit.

Gestern sah ihre Darbietung so aus, als würde gleich ein Einhorn um die Ecke getrabt kommen. So feenhaft (auch ein bisschen wie „Alice im Wunderland“) war ihr Auftritt, bei dem sie die halbe Zeit auf einem Laufband dahinschritt.
An der nationalen ESC-Vorentscheidung hatte Zoë bereits im vergangenen Jahr teilgenommen, aber damals war sie im Finale als Dritte gescheitert. Wir erinnern uns: Es qualifizierten sich die schließlich punktelosen The Makemakes.

Im reinen Teenager-Finale, dass sich nach einer Mischung aus viel Geplauder, Jury- und Publikums-Voting ergeben hatte, setzte sich Zoë gestern gegen die erst 17-jährige Niederösterreicherin Elly V durch. Die junge Frau mit armenischen Wurzeln, die bereits im vergangenen Jahr bei der Castingshow „The Voice of Germany“ beeindruckt hat, wird auch ohne ESC ihren Weg machen – die krachenden Beates ihrer Nummer „I’ll be around“ hätten sich auch in Stockholm respektabel geschlagen.

Bella Wagner, die schon als 17-Jährige im Chor von Falco gesungen hatte, wurde mit „Weapons Down“ Dritte.
Wer Zoë live erleben möchte, der hat bereits am 1. April im Gugg in Braunau die Chance. Karten unter Tel: 07722/65692, www.gugg.at.
 

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Artikel Peter Grubmüller 13. Februar 2016 - 00:04 Uhr
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