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Neues "Mausoleum" für Balduin Sulzer

Am Freitag wurde im Stift Wilhering das Balduin Sulzer Archiv eröffnet.

Neues "Mausoleum" für Balduin Sulzer

Der Komponist ist 86 Jahre alt. Bild: Weihbold

Fast genau vor zehn Jahren eröffnete erstmals ein Balduin Sulzer Archiv im Stift Wilhering. Wunderschöne Barockschränke wurden mit wertvollen Autographen eines der bedeutendsten Komponisten Oberösterreichs gefüllt. Erstmals entstand ein Werkkatalog, erstellt von Maria Chiu, und Ordnung zog ins kreative Chaos ein. Nun soll dieser Raum andere Funktionen bekommen. Das war die Chance, das Sulzer-Archiv nicht bloß umzusiedeln, sondern wissenschaftlich zu erfassen – am Freitag war die feierliche Eröffnung.

Michaela Schwarzbauer und Thomas Hochradner vom Mozarteum Salzburg haben als eingefleischte Sulzer-Kenner aufbauend auf das bestehende Werkverzeichnis eine Struktur in die Sammlung gebracht und den Katalog wesentlich erweitert. Waren bislang nur die Werke dokumentiert, so sind nun alle erdenklichen Materialien aus Sulzers Leben, Ehrenzeichen und Geschenke, Dokumente und Zeugnisse, Fotos, Programmhefte, etc. erfasst. Selbst eine eigene Plakatsammlung wurde angelegt. Dazu kommen Gegenstände aus Sulzers pädagogischem Leben – etwa ein Keyboard, das so mancher Musikgymnasiast lebendig in Erinnerung hat. Das neue "Mausoleum" – so die Bezeichnung in des Meisters blumiger Sprache – ist somit ein "Sulzerversum". Zudem wurde der gesamte Bestand von Pater Maximilian Bak digitalisiert.

Archive sind nicht bloß tote Sammlungen verstaubten Materials, sondern lebendige Orte, die ständig einer Erweiterung harren. So auch der Aufruf, Sulzer-Devotionalien zu spenden. Musikalisch wurde der Festabend von Kurt Azesberger, Manfred Mitterbauer, den Familien Schwarzbauer und Pouget sowie von der jungen Geigerin Lena Klein und der Pianistin Oksana Kuzo mit Werken Sulzers perfekt umrahmt. (wruss)

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Artikel 14. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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