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Nach 18 Monaten Bildschirmpause sind "Reiseckers Reisen" zurück

Der Innviertler Michael Reisecker über die neue Staffel seiner Roadmovie-Serie, die heute endlich startet (ORF eins, 23.30 Uhr).

Nach 18 Monaten Bildschirmpause sind "Reiseckers Reisen" zurück

Michael Reisecker Bild: ORF

Sich vor dem Leben wegzuducken, oder es schwarz zu sehen – das ist nicht die Art des Hohenzeller Filmemachers Michael Reisecker. Er nähert sich ihm neugierig an, und springt voll Optimismus hinein.

Seit sieben Jahren verfolgt der Innviertler diese Strategie für sein TV-Format "Reiseckers Reisen", wofür er Landsleute in allen Ecken und Enden Österreichs anspricht und ihre Lebensgeschichten zutage fördert. Die Treffen filmt er aus den Augenwinkeln, mit seiner selbst entworfenen Brillenkamera. Ungeplante Situationen beflügeln ihn beim Dreh. Nicht aber, wenn es um die Termine zur Ausstrahlung geht. Als Anfang 2016 seitens ORF feststand, dass "Reiseckers Reisen" nicht wie geplant im Februar weiter gehen, sondern erst im Herbst nach der Fußball-EM und Olympia, dämpfte das auch seinen Optimismus. 18 Monate zwischen der dritten und vierten Staffel sind lang.

Erstmals kein Quotendruck

Im OÖN-Gespräch zur heutigen TV-Rückkehr war "Reisi" aber wieder der Alte. "Im Rückblick bin ich auch froh über die Pause." Sie schütze das Format vor Abnützung und Verflachung. "Gäbe es jede zweite Woche eine Folge, würden Zuschauer vielleicht sagen: Der schon wieder, der immer mit seinem VW-Bus durch die Gegend fährt und diese Lebenskünstler interviewt." Gleichzeitig hebt eine besondere Erleichterung die Stimmung des bald zweifachen Vaters: "Reiseckers Reisen" müssen sich nicht mehr in der Quote beweisen (im Schnitt bis zu 130.000 Zuseher um 23.25 Uhr). "Das erste Mal läuft eine Staffel, bei der ich keinen Quotendruck habe und das Okay für ein neue, für die ich schon in Kärnten im Lavanttal drehe."

Was aber gibt’s in Staffel vier zu sehen? "Weil mich reizt, was ich nicht kenne, habe ich bei der Alten Donau in Wien gedreht. Dass es dort ein Naturidyll mit Badestrand und Booterln gibt, habe ich nicht gewusst." Er unternahm auch den ersten Abstecher ins Ausland, bei dem er österreichische Urlauber in Lignano aufgespürt hat (27. 9., 4. 10.). Ein Heimspiel folgt am 22. 11.): der Innviertler hat seinen alten Wohnort Linz erkundet. Verraten will er nichts, außer: "Trotz der politischen Schwere, die überall herrscht, haben sich in Linz Weltoffenheit und viel Freiheitsdrang gezeigt. Das taugt mir extrem."

Die 10 neuen Folgen

Alte Donau Wien – 20. 9.
Lignano I u. II – 27. 9., 4. 10.
Karwendel – 11. 10.
Wachau – 18. 10.
Brandnertal (Vbg.) – 25. 10.
Linz – 22. 11.
Gesäuse – 29. 11.
Innere Stadt Wien – 6. 12.
Pongau Salzburg – 13. 12.
Je Di., ORF eins, 23.30 Uhr

 

 

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Artikel Nora Bruckmüller 20. September 2016 - 00:04 Uhr
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