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Musikschulen feiern 40er und bleiben bei 157 Standorten

LINZ. Die oberösterreichischen Landesmusikschulen feiern heuer ihr 40-jähriges Bestehen mit Konzerten im ganzen Land.

Musikschulen müssen sparen

Budget von 72 Mio. Euro bleibt gleich. Konzerte sollen im ganzen Land stattfinden. Bild: Weihbold

Das Budget von 72 Mio. Euro wird gleich bleiben und auch die Anzahl der Standorte. "Die Durchdringung der Regionen ist angekommen, wir haben den Plafond erreicht", sagte LH Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Pressekonferenz mit Landesmusikschuldirektor Karl Geroldinger am Dienstag in Linz.

Derzeit gibt es 69 Hauptstellen mit 88 Zweiganstalten - 157 Schulen gesamt -, an denen 57.500 Schüler, zwei Drittel davon sind Mädchen, von 1.568 Lehrern unterrichtet werden. 1977/78 waren es gerade einmal 34 Einrichtungen mit 13.800 Schülern. Der Andrang ist ungebrochen hoch, 26.006 Vormerkungen konnten im Sommersemester nicht berücksichtigt werden. Das Budget von 72 Mio. Euro - 194 Mio. gibt es für den gesamten Kulturbereich - seien fast ausschließlich Personalkosten, deswegen werde es hier keine Kürzung geben, erklärte Stelzer, der vor kurzem Einsparungen von rund zehn Prozent im Kulturbereich in Aussicht stellte.

"Es geht um die Basis"

Das Angebot der Musikschulen trage zur Persönlichkeitsentwicklung bei und sei damit ein Breitenauftrag. "Es ist wichtig, die Leute darauf hinzuweisen, dass es um die Basis geht", betonte Stelzer. Freilich orientiere man sich an die Spitze hin und komme der Profi-Nachwuchs aus den Musikschulen, aber es gebe auch ein Angebot für beeinträchtigte Kinder, das 400 Schüler wahrnehmen.

"Das Land will die Verantwortung nicht an jemanden abtreten, der nur wirtschaftlich denkt", unterstrich der Direktor des Landesmusikschulwerks, Karl Geroldinger. Die oö. Besonderheit sei, die regionale kommunale Kulturentwicklung zu begleiten. Es gebe einen starken Konnex zu den Musikkapellen und die Musikschullehrer seien oft Konstante und Vertrauensperson für ihre Eleven. In den kommenden zehn Jahren werden etwa 300 Lehrer in Pension gehen, erklärte Geroldinger. Dadurch werde das Angebot teilweise geändert. Die Hitliste der Fächer führt derzeit die Sparte "Tanz und Bewegung" mit 5.988 Angeboten an, Klavier liegt mit 4.699 an zweiter Stelle, gefolgt von Blockflöte (3.104) und Gitarre (3.004).

Musikunterricht trägt zur Persönlichkeitsbildung bei

Dass der Musikunterricht auch die Persönlichkeit bildet und im Berufsleben von Vorteil sein kann, bewiesen drei ehemalige Schüler. Moderatorin und Sängerin Ulla Pilz, Othmar Nagl, stv. Generaldirektor der Oö. Versicherung, und der Soloposaunist der Wiener Symphoniker Walter Voglmayr betonten, dass die in Oberösterreich gebotene Möglichkeit nicht selbstverständlich sei.

 

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Artikel nachrichten.at/apa 12. September 2017 - 12:54 Uhr
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