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Moderne Kunst funktioniert auch hoch über Linz

Ausstellungen moderner Malerei, in einem 2200-Seelen-Ort hoch über Linz: Seit zehn Jahren gibt es das Privatmuseum Artemons in Hellmonsödt in seiner jetzigen Form.

Moderne Kunst funktioniert auch hoch über Linz

Herwig Dunzendorfer, Direktor des Artemons Bild:

Der Maler Albrecht Dunzendorfer (1907–1980) hatte hier schon in den 1950ern eine private Kunsthalle errichtet. Heute betreibt dessen Sohn, Herwig Dunzendorfer, das Artemons als Galerie. Basis der Ausstellungen ist die Sammlung des Industriellen Horst Rilke mit etwa 2000 Werken oberösterreichischer Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Wohnhaus, Werkstätte und Kunsthalle Albrecht Dunzendorfers befinden sich im Besitz Kunststiftung des Sammlers.

Herwig Dunzendorfer zeigt aber nicht nur klassische Moderne. Er würdigt bekannte österreichische Maler in Retrospektiven (zuletzt u. a. Jürgen Messensee) und präsentiert junge Kunst. Die Gegenüberstellung verschiedener Richtungen und Epochen erzeuge viel mehr Spannung, als wenn er nur einen bestimmten Stil zeigen würde, sagt Dunzendorfer. Er sei in die Kunst "hineingewachsen", interessiere sich persönlich sehr für Zeitgenössisches. Auch in der aktuellen Ausstellung zum Thema "Vegetation in der Kunst" stellt er konträre Werke einander gegenüber und zeigt, dass gemalte "Flower Power" keineswegs banal sein muss. Der syrischstämmige Maler Adel Dauood steuert ebenso "Blumen" bei wie Dietmar Brehm oder Larissa Leverenz. Zusammen mit den klassischen Stillleben (von Anton Lutz, Vilma Eckl u. a.) ergibt sich eine vielschichtige Ausstellung zu diesem großen Thema der Kunstgeschichte mit mehr als 50 Exponaten.

Außerdem zeigt das Artemons Contemporary derzeit Robert Hammerstiel und Rainer Wölzl. Hammerstiels farbkräftige Malerei ist zum Teil von Aufenthalten in New York geprägt. Zu sehen sind Stadtszenen und "Hommagen" an Künstler wie Egon Schiele oder Albin Egger-Lienz. Die großformatigen Kohle- und Ölzeichnungen Rainer Wölzls bestehen aus mehreren Blättern. Ein Bild beeindruckt etwa durch die Perspektive von unten auf hohe Bäume: Als würde man auf dem Boden eines Waldes liegen, mit dem Blick in den Himmel.

Er müsse aufgrund seines Standortes ein Programm gestalten, das ein "breites Publikum" anspreche, sagt Dunzendorfer. Schließlich müssten die Leute extra herfahren. Ihm gelingt das, ohne dabei die künstlerischen Ansprüche herunterzuschrauben.

Ausstellungen: "Flower Power: Vegetation in der Kunst", bis 17. 12.; Robert Hammerstiel, Rainer Wölzl, bis 19. 11.; Sa., 12–18, So., 10–17 Uhr, Artemons/Artemons Contemporary, Linzer Str. 18, 4202 Hellmonsödt

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Artikel Hannah Winkelbauer 03. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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