Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 25. Februar 2018, 04:57 Uhr

Linz: -7°C Ort wählen »
 
Sonntag, 25. Februar 2018, 04:57 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Menschliche Henne: Künstler brütete neun Eier aus

Heftige Proteste von Tierschützern nach Abraham Poinchevals Performance "Oeuf". Der Künstler spricht von einem natürlichem Vorgang.

Abraham Poincheval als Henne Bild: REUTERS/Gonzalo Fuentes/File Phot

Der französische Extremkünstler Abraham Poincheval hat bei seiner Performance "Oeuf" (Ei) insgesamt neun Küken ausgebrütet. Der 44-Jährige beendete am Donnerstag im Pariser Palais de Tokyo seine Kunstaktion und verließ die selbst geschaffene Brutstation aus Plexiglas. Die Tierschutz-Organisation Peta protestierte gegen die Aktion. "Tiere haben keinen Platz in der Kunst", erklärte Peta. 

Küken seien sensible Lebewesen, die "genau wie wir Leid und Schmerz empfinden" könnten, fügte Peta hinzu. Die Küken würden niemals ihre Mütter kennenlernen. Die Organisation hat nach eigenen Angaben bereits einen Brief an den Künstler geschrieben. Das Kunstmuseum betonte dagegen, die neun Küken seien nun "auf dem Weg zu einem Bauernhof in der Normandie, wo sie glückliche Tage verbringen werden". Der Hof gehört Poinchevals Vater. Während seiner gut dreiwöchigen Performance als "menschliche Henne" saß der Künstler umhüllt von einer dicken Decke auf einem Stuhl mit einer Kuhle, in der die Eier lagen. Das Plexiglasgehäuse, in dem Essen und Trinken bereitstanden, verließ er jeden Tag nur für eine halbe Stunde. Der Extremkünstler hat in der Vergangenheit bereits mehrfach durch ausgefallene Aktionen von sich reden gemacht. Zuletzt ließ er sich im Februar eine Woche lang in einen tonnenschweren Felsen einsperren. Davor lebte er zwei Wochen lang im Inneren eines ausgestopften Bären.

Kommentare anzeigen »
Artikel 21. April 2017 - 10:10 Uhr
Mehr Kultur

Berlinale: Goldener Bär für "Touch Me Not"

BERLIN. Der radikale rumänische Experimentalfilm "Touch Me Not" hat bei der 68.

Perfekte Jukebox-Musik

Mit "Sleepwalker" liefert The-Gaslight-Anthem-Sänger Brian Fallon eine fantastische zweite Solo-Platte ab.

"Lautstark!": Bereits 10.000 Stimmen abgegeben

Noch bis 15. März können Sie online Ihren persönlichen Favoriten wählen.

"Schatzilein, ich habe keine Zeit zum Träumen"

Als "Ilse Kottan" wurde sie berühmt, im Burgtheater nie wirklich glücklich: Morgen wird Bibiana Zeller 90 ...

Wo hört Kunst auf – und wo fängt Sexismus an?

Das Gemälde "Hylas und die Nymphen" wurde als Beitrag zur #MeToo-Debatte in Manchester abgehängt.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!