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Im Brucknerhaus bricht die Festivalitis aus

Nicht alles, aber vieles wird anders in der Brucknerhaus-Saison 2013/14, der erstmals der neue künstlerische Leiter Hans-Joachim Frey alleine seinen Stempel aufdrückt.

Im Brucknerhaus bricht die Festivalitis aus

Jonas Kaufmann eröffnet am 5. Mai 2014 das neue Frühlings-Festival. Bild: D. Scholz

Das Große Abonnement und die Matineen bleiben erhalten, ansonsten bestimmen zehn Mini-Festivals die künftige Struktur. Sie dienen sich Zielgruppen an, lassen sich touristisch verkaufen und schaffen auch Freiräume im Kalender für breit aufgestellte Gastveranstaltungen.

Die Festivalitis eröffnet das Festival Vocale (31. Oktober bis 3. November), das der Chorus sine nomine mit „Ein deutsches Requiem“ eröffnet und Agnes Baltsa mit griechischen Liedern beschließt. Die weiteren Themen-pakete widmen sich Advent und Weihnacht (10.-15. Dezember), Klavier (23. - 26. Jänner), Weltmusik (20.-23. Februar), Alter Musik (6.-9. März), Gitarre (14./15. März), Passion (14.-17. April), einem von Startenor Jonas Kaufmann angeführten Frühlingsfestival (5.-18. Mai), Neuer Musik (12.-15. Juni) und einem Festival für Kinder (26.-29. Juni).

Das Publikum von morgen darf sich auch künftig auf die beliebten mini- und midi.music-Reihen freuen, zudem wartet das Haus jeden zweiten Dienstag von 16 bis 17.30 Uhr in Antons Kidsclub darauf, unter pädagogischer Anleitung von 6- bis 12-Jährigen erforscht zu werden.

Der große Saal öffnet sich fünf Mal dem Jazz, dazu gibt es neu ab 15. Dezember vier Jazz-Brunch-Sonntage. Frey wünscht sich, dass sich „die eigene innovative Kammermusik-Reihe mit Meisterinterpreten von morgen durchsetzt“, die an Dienstagen von Studierenden der Musikhochschulen und -universitäten Salzburg, Wien, Linz, Weimar, München, Graz und St. Petersburg absolviert wird.

Das Bruckner Orchester kommt als Stammklangkörper 25 Mal zum Zug. Dazu bildet Josef Sabaini ein Brucknerhaus-Orchester, vornehmlich aus Bruckneruni-Studenten und -Absolventen, das seinen Einstand mit einer Silvester-Gala geben wird. Auch ein Brucknerhaus-Chor wird entstehen.

Weil es an klingenden Namen nicht fehlen darf, dirigiert Franz Welser-Möst die Wiener Philharmoniker zum Festkonzert 40 Jahre Brucknerhaus (20. März), schwingen u.a. Valery Gergiev und Lorin Maazel den Taktstock, gastieren u.a. das Mariinsky Orchestra St. Petersburg, die Münchner Philharmoniker und die Sächsische Staatskapelle Dresden, finden sich unter den Solisten Angelika Kirchschlager (mit Konstantin Wecker), Rudolf Buchbinder, Gidon Kremer und Annette Dasch. (beli)

Info: www.brucknerhaus.at, Karten ab 15. Mai.

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Artikel 08. Mai 2013 - 00:04 Uhr
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