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Entschleunigte Digitalkunst

Entschleunigte Digitalkunst

Gelungene Resteverwertung (ulb) Bild: Ulrike Breit

Neongelbe Häkelstücke, geknüpfte Wandobjekte, genähte Bilder – das sind die „analogen“ Werke des Duos Station Rose, entstanden aus einzelnen Stills aus der Web-Kunst von Elisa Rose und Gary Danner. In der Galerie Hofkabinett zeigen die aus Oberösterreich stammenden Pioniere der Live-Elektronik und Netzkunst neue Arbeiten. „Übermorgen = Out“ heißt es auf bedrucktem Stoff und Garn gleich beim Eingang. Damit soll die Zukunftsgläubigkeit gedrosselt werden, die Konzentration auf das Jetzt wieder ins Bewusstsein kommen, erklärt Elisa Rose, die bildnerisch tätige Hälfte des Duos. Auch die neue Serie „Fußgängerzone“ (2010) widmet sich der Schnelllebigkeit, der Hektik angesichts der Krise. Die Arbeiten auf Stoff, Papier und Bütten sind angehaltene und übertragene Einzelbilder aus Videos, die Station Rose bei Performances zeigt; quasi entschleunigte Web-Kunst. Auch eine Aufzeichnung von der Lentos-Performance im 09-Oktober und dazugehörige Woll- und Garn-Objekte sind zu sehen. Soundkünstler Danner hat dafür fünf Stücke aufgenommen, in limitierter Auflage.

Das Besondere an dieser Ausstellung ist die Wechselwirkung zwischen digitaler und haptischer Kunst, die Verbindung von alten Techniken wie Nähen und Häkeln mit jenen des Computerzeitalters und die Verwendung von Überschussware. Sowohl Wechselwirkung als auch Verbindung gelingen, die Handarbeiten wirken seltsam unhäuslich, aber sehr harmonisch.

Info: bis 6. Februar, Galerie Hofkabinett, Hofgasse 12, Linz, Di. - Fr. 16 - 18, Sa. 10 - 13 Uhr
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Artikel Von Ulrike Breit 20. Januar 2010 - 00:04 Uhr
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