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Frühjahrsputz: Täglich 50 Verletzte im März und im April erwartet

Bild: shutterstock

Frühjahrsputz: Täglich 50 Verletzte im März und im April erwartet

Nach Prognosen des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) müssen heuer im März und April wieder rund 2.900 Menschen in Österreich im Krankenhaus behandelt werden. Frühjahrsputz ist angesagt:

05. April 2017 - 00:00 Uhr

Jährlich ereignen sich 19.100 Unfälle bei Reinigungstätigkeiten zu Hause – 2.600 der Verletzten sind männlich.

Mit den ersten Sonnenstrahlen werden die Spuren des Winters für viele sichtbar: Schmutzige Fensterscheiben, Staub in den Ecken oder Schlieren auf dem Boden. Deshalb greifen viele zu Eimer, Wischmop, Besen und kümmern sich um den Frühjahrsputz. Der Umgang mit Putzmitteln & Co. kann jedoch schwere Folgen haben. Das KFV prognostiziert knapp 50 Personen pro Tag, die sich in den beiden kommenden Monaten März und April bei Reinigungstätigkeiten verletzen werden. Rund acht von zehn Verletzten sind weiblich, besonders gefährdet sind Frauen ab 65 Jahren. Von 19.100 Putzunfällen sind es jährlich 2.600 Männer, die beim Putzen verunfallen. Das entspricht knapp sieben Männern täglich.

„Die Verletzungsgefahr in den eigenen vier Wänden wird oft unterschätzt“, so DI Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Forschung & Wissensmanagement im KFV. „Eine unachtsame Bewegung reicht aus, um sich zu verletzen. Ratsam ist es daher, gerade beim Putzen Stress und Hektik zu vermeiden und ausreichend Zeit für sein Putzvorhaben einzuplanen. Machen Sie regelmäßige Pausen. Auch wenn es für viele oft so scheint, es muss nicht alles an einem Tag erledigt werden.“

Frauen ab 65: Hälfte der „Frauen-Unfälle“

Von den rund zwei Drittel der Frauenunfälle verletzten sich pro Jahr etwa 54 Prozent aller Frauen ab 65 Jahren. Verletzungen, die durch den Frühjahrsputz verursacht werden, können durchaus schwerwiegend sein: Über die Hälfte der Verletzungen sind Knochenbrüche, gefolgt von offenen Wunden und Sehnen-/Muskelverletzungen (15 und 13 Prozent). Besonders gefährdet sind Finger und das Handgelenk sowie Fußgelenk und Knie.

Für rund ein Viertel der Stürze ist das Stolpern über den Staubsauer verantwortlich. Stürze auf der Stiege mit dem Wäschekorb oder das Ausrutschen auf nassen Böden liegen auf den folgenden Plätzen.

Damit der Frühjahrsputz unfallfrei bleibt

  • Nicht versuchen, drei Dinge auf einmal zu erledigen. Mit dem Zeitdruck und der Hektik steigt auch die Unfallgefahr. Ablenkungen vermeiden (Smartphone, Fernseher…).
  • Gutes Schuhwerk mit rutschfester Sohle ist Grundvoraussetzung.
  • Zweckmäßige Kleidung tragen, mit der man nirgends hängen bleiben kann.
  • Sämtliche Hilfsmittel so platzieren, dass man nicht darüber stolpert. Herumliegende Gegenstände und ausgeschüttete Flüssigkeiten sind eine große Stolper- und Ausrutschquelle.
  • Nicht auf Fensterbänke, Stühle oder Tische steigen. Geprüfte Leitern als Steighilfen verwenden.

 

Mag. Christian Boukal / KFV

April 2017

 

Foto: shutterstock

 

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