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Nikotin und zu viel Alkohol: Tabus für sportliche Gipfelstürmer

Bild: colourbox .de

Nikotin und zu viel Alkohol: Tabus für Gipfelstürmer

Allgemeinmedizinerin der OÖGKK erklärt, warum sich Alkohol und Nikotin nicht mit Sport vertragen.

Von Ulrike Griessl, 18. April 2016 - 00:04 Uhr

Das Rauchen aufzugeben, ist schwierig und braucht bei manchen passionierten Nikotin-Junkies mehrere Anläufe. Aber wer Sport betreiben will, kann sich dieses Laster nicht leisten. Die gute Nachricht: Wer auf den blauen Dunst verzichtet, kann rasch mit positiven Auswirkungen rechnen. "Studien beweisen, dass sich bereits 20 Minuten nach der letzten Zigarette die ersten körperlichen Verbesserungen bemerkbar machen", sagt Elisabeth Mayr-Frank, Allgemeinmedizinerin bei der OÖGKK. Sie zählt die Vorteile auf, die sich in der Folge einstellen:

 

Der Blutdruck sinkt.

Die Temperatur von Händen und Füßen steigt wieder auf normale Werte.

Nach acht Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut auf normale Werte.

Nach 24 Stunden verringert sich das Risiko von Herzanfällen.

Nach zwei Wochen bis drei Monaten verbessert sich die Lungenfunktion.

Nach ein bis neun Monaten gehen Hustenanfälle, Verstopfung der Nebenhöhlen, Müdigkeit und Kurzatmigkeit zurück. Man wird generell leistungsfähiger.

Die Flimmerhärchen der Atemwege gewinnen wieder an Reinigungsfähigkeit, sodass wieder eine normale Lungenfunktion erreicht wird.

Nach einem Jahr beträgt das Risiko einer koronalen Herzkrankheit nur noch die Hälfte des Risikos eines Rauchers.

Nach fünf Jahren ist das Schlaganfallrisiko nur noch halb so groß wie bei Rauchern.

Nach zehn Jahren verringert sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, um die Hälfte.

Nach 15 Jahren ist das Risiko einer koronalen Herzkrankheit das eines lebenslangen Nichtrauchers.

"Ein Rauchstopp ist zwar meist mit einer leichten Gewichtszunahme verbunden, doch die ist vernachlässigbar im Vergleich zu den genannten Vorteilen, die er bringt", sagt Mayr-Frank. Bei Frauen betrage die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp im Durchschnitt 3,8 Kilogramm, bei Männern 2,8 Kilogramm.

"Das ist so, weil Nikotin bei Rauchern einen Mehrverbrauch an Energie von durchschnittlich 200 Kilokalorien pro Tag verursacht", erläutert die Medizinerin. Eine Entwöhnung senke aber nicht nur den Grundumsatz, sondern steigere auch den Appetit. "Außerdem ersetzen Raucher kleine Zwischenmahlzeiten oft durch eine Zigarette", sagt Mayr-Frank. Die Tatsache, dass sich Geruchs- und Geschmacksinn ohne Nikotin verbessern, macht das Essen zusätzlich verlockend.

"Nikotin hat einen direkten Effekt auf das Fettgewebe, weil es die Lipolyse steigert. Bei der Entwöhnung wird die Ansammlung von Körperfett bei gleichbleibender Energiezufuhr erleichtert", sagt Mayr-Frank. Wer sich dieser Auswirkungen bewusst ist, kann sich jedoch vor der Entwöhnung dagegen wappnen und sich doppelt Gutes tun: Man plant zusätzlich zum Nikotinverzicht ein Fitnessprogramm ein und verbrennt so zusätzlich Kalorien.

Alkohol ist ein Leistungskiller

Auch häufiger und zu intensiver Alkoholkonsum mindert die Leistungsfähigkeit. "Einer der vielen Nachteile ist, dass Alkohol entwässert und daher zu Dehydrierung führen kann, außerdem erhöht er das Risiko von Krämpfen", sagt Mayr-Frank. Wer viel Alkohol trinkt, mindere damit auch seine Fähigkeit, Glykogen zu speichern, dies sei jedoch beim Ausdauersport wichtig.

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