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In der Ruhe liegt die Kraft

Bild: OON

In der Ruhe liegt die Kraft

Asiatische Bewegungsformen wie Yoga verbessern das Körperbewusstsein und helfen damit beim Abnehmen. Bei besonders dynamischen Yoga-Formen und beim Bikram-Yoga verbrennt man zudem viele Kalorien

Von Claudia Riedler, 14. April 2016 - 00:04 Uhr

Ob Yoga, Qigong oder Tai Chi – die asiatischen Bewegungsformen fallen einem nicht als erstes ein, wenn es darum geht, schlank zu werden. "Man bekommt dabei aber eine Art von Kraft, die weit über den Aufbau von Muskelstärke hinausgeht. Nicht nur das Muskelgewebe wird angesprochen, sondern alle Gewebeschichten bis hin zu den Faszien, die insbesondere die geistige und körperliche Flexibiltät fördern", sagt Laya Kirsten Commenda, Yoga-Lehrerin in Linz. Asiatische Bewegungsformen schulen den Geist, fördern Konzentration und mentale Stärke. "Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, welche Ziele zu verfolgen es sich lohnt, und was einen vom Wesentlichen ablenkt. Auch das gibt Kraft", sagt Commenda. Für die "mentalen Muskeln" gelte übrigens dasselbe Prinzip wie für die Körpermuskulatur: Use it or lose it!

Kein Frust-Naschen mehr

Dynamische Stile wie Power- oder Asthanga-Yoga helfen direkt beim Abnehmen. Dasselbe gilt für Bikram-Yoga, das bei 40 Grad ausgeübt wird. Sanftere Yogaformen verlangsamen den Stoffwechsel eher, das zeigen Studien. "Das bedeutet aber nicht, dass man zunimmt – im Gegenteil", erklärt die Yoga-Expertin. Da Yoga ein gesundes Körpergefühl fördere, nehme man besser wahr, was einem gut tue. "Das hilft gegen ungünstige Ernährungsgewohnheiten wie spätes Essen oder Frust-Naschen."

Qigong-Lehrerin Traudi Rachbauer aus Linz bestätigt: "Qigong regt zwar meinen Appetit an, aber wenn ich nach den fünf Elementen koche, was Teil der Lehre ist, sind da alle Geschmäcker drinnen. Da brauche ich keine Schokolade mehr."

"Jeden Tag Qigong"

Vor mehr als 30 Jahren hat Traudi Rachbauer aus Linz mit Qigong begonnen. „Es geht um die Arbeit mit dem Qi, das ist die Energie, die uns am Leben hält“, erklärt sie. Dafür gebe es stille und bewegte Übungen – wie man es lieber hat. Die 75-Jährige praktiziert Qigong auch im Alltag und ist topfit. Kennenlernen kann man die Methode bei den Qigong-Tagen von 20. bis 22. Mai im Stift

"Gegen Heißhunger"

Durch ein verbessertes Körpergefühl steigt auch das Ernährungsbewusstsein. „Das führt dazu, dass mit der Zeit keine Heißhungerattacken mehr auftreten“, sagt die Linzer Qigong-Lehrerin Ursula Haider. Menschen, die Bewegungsformen wie Tai Chi und Qigong praktizieren, müssen nicht mehr so aktiv auf Fitness und Schlankheit achten, da sie durch geistige und körperliche Beweglichkeit nicht so leicht von einem Extrem ins andere fallen.“

"Kraft von Innen holen"

„Der fundamentale Unterschied zu anderen Bewegungsformen ist, dass mit Energie gearbeitet wird, und zwar einerseits durch bewusste Bewegungen und Haltungen, andererseits durch Atemübungen und Atembewusstheit“, sagt Laya Kirsten Commenda, Gründerin der yogalounge Linz. Mit Yoga bekomme man eine Art von Kraft, die weit über den Aufbau von Muskelstärke hinausgehe. Der Körper wird systematisch und ganzheitlich gedehnt und gekräftigt, das Herz gestärkt, der Gleichgewichtssinn gefördert und die Atemkapazität erhöht.

"Meditieren hilft"

Meditieren wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, das zeigen zahlreiche Studien. „Der Morgen ist dafür ideal, weil man noch nicht so viel im Kopf hat“, sagt Jutta Starlinger. Die Juristin im Kepler-Klinikum meditiert seit 26 Jahren täglich und leitet kostenlose Meditationen im Linzer Meditationszentrum.
„Meditieren hilft auch, das Suchtverhalten in den Griff zu bekommen, weil man insgesamt bewusster ist“, sagt Jutta Starlinger.

"Superkraft mit Yoga"

Die britische Schauspielerin Emma Watson schöpft Kraft aus ihren Yoga-Übungen. „Seit einiger Zeit praktiziere ich mit großer Leidenschaft Ashtanga-Yoga“, sagte sie in einem Interview. Diese Form der Bewegung und Meditation verschaffe ihr eine völlig neue Perspektive auf die Welt und vermittle ihr viel Energie. „Ich fühle mich manchmal, als hätte ich Superkräfte.“ Nun will sich die Schauspielerin sogar zur Yoga-Lehrerin ausbilden lassen.

"Schwitzen bei 40 Grad"

Das Besondere an Bikram-Yoga ist, dass der Übungsraum auf 40 Grad aufgeheizt ist, man immer 90 Minuten trainiert und 26 Übungen absolviert. Man schwitzt dabei unweigerlich. Nelly Seimann aus Traun hat Bikram-Yoga nach Linz gebracht und unterrichtet auch Power-Yoga. Derzeit übersiedelt sie mit ihrem Studio in den Lenaupark (ab Juni kann dort trainiert werden). „Beim Bikram-Yoga verbrennt man 500 bis 700 Kalorien“, sagt Seimann. Eine Schülerin habe in einem Jahr 35 Kilo abgenommen – bei drei- bis viermal Yoga pro Woche.
 

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