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Gesünder kochen, leicht gemacht

Bild: Weihbold

Gesünder kochen, leicht gemacht

Kochen im Kurheim: Gemeinsam Palatschinken schupfen und lernen, wie man dabei auch noch Kalorien spart. Buchweizen, Kokosöl und Tellerlinsen: Die OÖN waren bei einem Kurgästekochkurs im Linzerheim in Bad Schallerbach dabei.

Von Karin Haas, 04. Mai 2016 - 00:04 Uhr

"Ich hab´ die Nummer vom Pizzadienst", sagt jemand und lacht. Acht Kurgäste sitzen um einen Tisch im Linzerheim der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse in Bad Schallerbach, trinken gesundes Leitungswasser und lesen gesunde Rezepte.

Zu den gesunden Rezepten.

Gabriele Harringer, Chef-Diätologin des Kurhauses, hat zum Kochtraining gerufen. Es gilt, den Kreislauf von Schweinsbratl, Speckknödl & Co. zu durchbrechen und Neues in Sachen gesunde, wohlschmeckende, schnelle und abwechslungsreiche Küche zu lernen.

Suppe mit 76 Kalorien

Auf dem Speise- und Kochplan stehen Stangenselleriesuppe mit Huhn und Kokosmilch (76 Kalorien je Portion), Buchweizen-Palat-schinken mit Brennnessel-Spinat und Schafkäse (339 Kalorien), Linsensalat mit Nuss und Apfel (176 Kalorien), Spargelsalat mit Kräuter-Kapernsauce (55 Kalorien), Blüten-Weckerl (170 Kalorien), Hausbrot (110 Kalorien je Schnitte) und Topfensoufflé (137 Kalorien).

Doch bevor es an die Kochlöffel in dieser Kurheim-Trainingsküche der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse geht, ist Kräuterkunde angesagt. Gabriele Harringer hat vom Kurhausgarten einen ganzen Teller davon mitgebracht.

Kleine Kräuterkunde

Giersch, gut für Gelenke, wird von allen erkannt. Die Gundelrebe mit ihren blauen Blüten: Achtung, besser vorsichtig dosieren, rät Harringer.Die Gundelrebe ist zwar gut für die Leber, aber bitter und auch als Teller-Deko gut. "Löwenzahn ist essbar vom Blatt bis zur Wurzel, gut für Leber und Magen, aber so bitter, dass es eine Herausforderung sein kann", sagt Harringer weiter. Dann kommt noch die Vogelmiere (harntreibend) dran. Das Olivenkraut aus der Gärtnerei, das zur Herstellung von gesundem Gewürzsalz ideal ist, kennen die wenigsten.

Carina Lindorfer, ebenfalls im Diätologinnen-Team, bespricht die Rezepte. Das heißt etwa Vollkorn- statt weißem Mehl (Achtung, saugt mehr Wasser bei der Teigproduktion). Lindorfer stellt auch das süßliche, native Bio-Kokosöl vor. Das enthält nur mittelkettige Fettsäuren und braucht deshalb keine Enzyme von der Bauchspeicheldrüse und keine Gallenflüssigkeit. Das tut verdauungschwachen und fettempfindlichen Menschen besonders gut. Die Laurinsäure darin stärkt überdies das Immunsystem.

Wohlwollendes Nicken rufen auch die Tellerlinsen hervor, die in zehn Minuten weich gekocht sind. Noch ein Tipp für das Soufflé (ja, auch Süßes darf gegessen werden). Die Schale von Bio-Zitronen, die Aroma geben, nicht jedes Mal frisch reiben, sondern eine größere Menge mit Zucker versetzen und im Glas im Kühlschrank aufbewahren. "Riecht köstlich und hält ein Jahr", sagt die Diätologin.

Handschuhe für die Brennnesseln

Für die Brennnessel, die mit dem Spinat in der Fülle der Buchweizen-Palatschinken landen, liegen Handschuhe bereit.

"Ich wollte schon immer selbst Brot backen und habe mich nicht drüber getraut", sagt die Dame, die sich für das Hausbrotbacken gemeldet hat. Eine andere Teilnehmerin freut sich, Alternativen im über die Jahre eingefahrenen Speiseplan zu haben. Die Dame aus Bad Goisern filetiert Orangen als Beigabe zum Topfensoufflé. "Bisher habe ich mir diesen Aufwand nicht angetan. Jetzt weiß ich, dass das gar nicht so lange dauert", sagt sie. Schließlich isst auch das Auge mit.

Langsames genussvolles Essen trägt zum rechtzeitigen Sättigungsgefühl bei. "Uns ist wichtig, dass kalorienbewusst, stoffwechseltauglich, vollwertig, mit viel Kräutern, gemüselastig und mit wenig Zucker gekocht wird", sagt Diätologin Harringer.

Öl und Fett immer abmessen

Zur Lektion gehört auch, dass Fett und Öl immer abgemessen werden müssen. "Sonst wird meist zu viel verwendet", sagt Harringer.

Rund 800 Kurgäste pro Jahr werden in der Lehrküche in Bad Schallerbach mit gesundem Kochen vertraut gemacht. Zwei Mal pro Woche finden diese Seminare statt, die mit dem Verspeisen der selbst gefertigten Köstlichkeiten enden. Im Hanuschhof der Gebietskrankenkasse in Bad Goisern und im Tisserand in Bad Ischl gibt es das ebenfalls.

"Sehr wichtig ist uns auch die Verwendung saisonaler Zutaten", sagt Harringer. Deshalb wechseln die Rezepte mit den Jahreszeiten.

"Schnell muss es auch gehen", sagt Carina Lindorfer. Denn was nützt das gesündeste Rezept, wenn es im Alltag mangels Zeit nicht nachgekocht wird.

Aus dem Backofen duftet es verführerisch. Das Topfensoufflé ist fertig. "Punktlandung", sagt Lindorfer. Die Hauptspeise ist bereits vertilgt. Was die Diätologinnen stolz macht? "Wenn Kurgäste nach Jahren wiederkommen und sagen, sie machen zu Hause etwas noch immer nach unserem Rezept."

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Kommentare

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„Kokosöl geht gar nicht- für dieses Produkt werden riesige Monokulturen angelegt, der ...“ cfrit Kokosöl geht gar nicht- für dieses Produ...
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