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Bewegung ist Balsam für die Seele

Bild: Timur Arbaev

Bewegung ist Balsam für die Seele

Zwei Sportwissenschafterinnen erklären, warum ein aktiver Lebensstil für die Psyche so wichtig ist.

Von U. Griessl, 20. April 2016 - 00:04 Uhr

Bewegung, Bewegung, Bewegung. Wer gesund leben will, muss aktiv sein, mit leichter Küche allein ist es nicht getan. In dieser Hinsicht sind sich sämtliche Mediziner einig. "Regelmäßiges Training ist nicht nur für das körperliche Wohlbefinden unverzichtbar, sondern auch Balsam für die Seele", behaupten die beiden Sportwissenschafterinnen und Bewegungstherapeutinnen Linda Seiwald und Ute Potyka vom Neuromed-Campus in Linz. Im Gespräch mit den OÖNachrichten erläutern sie, warum das so ist.

Was bewirkt körperliche Aktivität im Kopf?

Bewegung hilft beim Stressabbau und wirkt entspannend, weil sich die Muskulatur dabei lockert. Sie ist daher der ideale Ausgleich zum oftmals problembehafteten und stressigen Alltag. Außerdem können Aggressionen und Frust beim Training sehr gut abgebaut werden. Wer in die Natur hinausgeht und sich bewegt, nimmt sich für sich selbst Zeit und tut sich etwas Gutes. Vielen Menschen gelingt es, beim Sport komplett abzuschalten, auf Gedankenreisen zu gehen und sich dadurch geistig zu erholen.

Wie sieht der Prozess konkret aus, den Sport im Gehirn bewirkt?

Die Produktion der Glückshormone im Gehirn wird aktiviert. Beim Sport werden Endorphine ausgeschüttet. Das sind körpereigene Luststoffe, die das Wohlbefinden steigern. Dafür werden beim Ausdauersport Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol abgebaut. Je regelmäßiger man sportelt, desto mehr Nervenbotenstoffe wie etwa Serotonin werden freigesetzt. Außerdem steigert richtig dosierter Sport unsere geistige Leistungsfähigkeit.

Hat jede Sportart dieselbe Wirkung auf die Psyche?

Es ist erwiesen, dass Ausdauersportarten wie Nordic Walken, Laufen, Schwimmen und Radfahren den Stressabbau begünstigen und depressive Verstimmungen verringern helfen. Wichtig ist, dass man seine persönliche Bewegungsform findet, die man wirklich gern macht und die man als angenehm und befreiend empfindet. In der Bewegungstherapie werden daher sehr viele Sportarten angeboten – angefangen von Nordic Walking und Laufgruppen über therapeutisches Klettern und Boxen bis hin zu Ballspielen, Yoga und Krafttraining. Besonders wohltuend für die Seele ist natürlich, Sport und Bewegung im Freien zu machen. Denn man aktiviert dabei nicht nur den Körper, sondern kann so ganz nebenbei auch die Natur mit ihren bunten Farben und der frischen Luft genießen. Das ist ein Lebenselixier, das zusätzlich entspannt und hilft, den Kopf von Alltagssorgen frei zu bekommen.

Gibt es Alternative für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nur wenig bewegen können?

Sich gar nicht zu bewegen, ist keine empfehlenswerte Alternative. Jeder sollte versuchen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu aktivieren. Es gibt ja auch leichte Bewegungsformen wie etwa Spazierengehen. Wer sich auch mit dem Gehen schwer tut, kann zum Beispiel Unterwasser-Übungen machen oder gezieltes Training unter professioneller Anleitung ausprobieren.

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