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"Wir stehen MS-Patienten in jeder Phase zur Seite"

Menschen, die die Diagnose MS bekommen, sind meist jung und haben das Leben noch vor sich. Bild: Colourbox

"Wir stehen MS-Patienten in jeder Phase zur Seite"

Die OÖ Multiple-Sklerose-Gesellschaft bietet Hilfe in allen Krankheitslagen.

Von Barbara Rohrhofer, 20. September 2017 - 00:04 Uhr

Multiple Sklerose, kurz MS genannt, ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen. In Österreich leben rund 12.500 MS-Betroffene. Jährlich wird die Diagnose bei rund 350 bis 400 Menschen gestellt. "Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer – die ersten Symptome der Autoimmunerkrankung zeigen sich meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren", sagt Eva Ganglberger, Vizepräsidentin der MS-Gesellschaft Oberösterreich.

Seit mittlerweile 30 Jahren engagiert sich die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin vom Neuromed-Campus (ehemaliges Wagner-Jauregg-Krankenhaus) in Linz für Betroffene der "Krankheit mit den tausend Gesichtern".

Krankheit in Schüben

Die Verläufe und der Beginn sind sehr unterschiedlich. "Manche Menschen bekommen Augenprobleme, andere wieder haben Lähmungserscheinungen. Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Nur eines ist fix: Es gibt zwar moderne Behandlungen, aber keine Heilung", sagt Ganglberger. Auch der Krankheitsverlauf lässt sich bei der Diagnose, die mittels MRT und Lumbalpunktion erfolgt, nicht mit Sicherheit voraussagen. "Meist verläuft MS in Schüben, es kann aber auch sein, dass sie chronisch verläuft."

In den vielen Jahren habe Eva Ganglberger die vielen Aspekte kennengelernt. "Manche bekommen einen Schub in zehn Jahren und niemand würde erkennen, dass diese Person krank ist – andere wiederum haben einen schwereren Verlauf und sind bald auf den Rollstuhl angewiesen." Die Diagnose MS bedeutet aber für alle zunächst einen wesentlichen Einschnitt ins Leben. Das eigene Leben und alles, was bisher ganz selbstverständlich war, ist plötzlich in Frage gestellt. "Betroffene nicht alleinzulassen, sondern ihnen persönlich, durch Information, aber auch durch Geselligkeit zur Seite zu stehen, ist uns besonders wichtig. Die Oberösterreichische Multiple-Sklerose-Gesellschaft ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Betroffenen und auch für Angehörige", sagt Ganglberger.

Regelmäßig werden so genannte "MS-Gespräche" zu verschiedenen Themen organisiert – das Themenspektrum reicht von Ernährung über Yoga bis hin zu Impfungen. Auch Wanderungen, Ausflüge und Weihnachtsfeiern werden angeboten. "Wichtig ist uns, dass wir alle Erkrankten erreichen. Man muss kein Mitglied des Vereins sein, um an unseren Veranstaltungen teilzunehmen."

Der Verein zählt derzeit 900 Mitglieder. Von Montag bis Donnerstag von 9 bis 14 Uhr ist das Büro in Linz besetzt und unter 0680/2057748 erreichbar

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