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Warme Köstlichkeiten aus Früchten des Winters

Kohl ist eines der bekannteren Wintergemüse. Bild: Colourbox

Warme Köstlichkeiten aus Früchten des Winters

Ernährungsexperte und Koch Siegfried Wintgen erklärt, warum ausgerechnet Wintergemüse und -obst so gesund sind und wie man auch nicht so vertraute Sorten einfach zubereitet und harmonisch würzt.

Von Dietlind Hebestreit, 27. November 2013 - 00:04 Uhr

Wintergemüse: Mehr als Kraut, Kohl und Karotten fällt vielen Menschen bei diesem Wort nicht ein. Dabei hat der Winter viel mehr zu bieten. Ernährungsberater Siegfried Wintgen gibt in seinem neuen Kochbuch "Lebensfreude aus dem Kochtopf" (Kehrwasserverlag, 19,95 Euro) Einblicke in die Gemüseküche. Für die OÖNachrichten hat er Tipps für den Winter zusammengefasst:

Herbstrübe und Rettich: wirkt immunstärkend und nervenbelebend. Dünn geschnitten in der Pfanne glasiert mit Gemüsesuppe und Honig. Schmeckt sehr gut mit Senf, Kren, Brennnesselsamen.

Pastinake: lindert Magen- und Darmbeschwerden, wirkt verdauungsanregend. Mit etwas hellbrauner Butter angeschwitzt, ergibt sich ein feines Aroma. Dann mit Brühe weich dünsten und püriert unter ein Erdäpfelpüree heben. Zum Würzen: Muskatblüte, Petersilie und Kerbel.

Fenchel: magenberuhigend, desinfizierend, durch reichlich Vitamin C und Carotine immunstärkend. Mit Olivenöl angebraten, mit Gemüsebrühe abgelöscht und mit etwas Safran abgeschmeckt, bildet er eine gute Beilage zum Fisch, dazu passen geröstete Fenchelsamen, Anis, Dill, Fenchelkraut. Angebratene Fenchel-Streifen kann man auch mit Grapefruitsaft ablöschen und mit Grapefruitfilets zu einem Salat vollenden.

Zuckerhut: Durch die Bitterstoffe hat er eine anregende Wirkung für Verdauung, Leber und Galle. Mit Suppe weich schmoren und mit Honig und gemahlenem Koriander abschmecken.

Kohlrübe: verdauungsanregend, nährend, immunstärkend. Gewürfelt kann man das Gemüse bissfest dünsten und den Sud leicht binden, als Gemüsegulasch mit Curry, Currykraut, Paprika, Thymian und Ingwer kombinieren.

Mispel: Sie regt die Verdauung an, stärkt und entgiftet den Darm. Die Mispel braucht Frost, um süß zu werden, am besten eignet sie sich zur Verarbeitung zu Marmelade und Chutneys, zum Beispiel mit Birne, Apfel, Quitte, sowie mit Vanille, Pfeffer, Zimt, Nelke.

Schwarzwurzel: Sie wirkt basisch, schweiß- und harntreibend, gegen Stress, beruhigend. In der Pfanne angeschwitzt, wird sie schnell zu einer feinen Beilage. Rasch verarbeiten, da sie nach dem Schälen schnell braun wird. Harmoniert fein mit Honig, Vanille, Sternanis, Macis, Zimt.

Maroni: Ihre Eigenschaften: nährend, nervenausgleichend, basisch, aufbauend, stärkend, wirkt gegen Erschöpfungszustände. Die Schale einritzen und im Ofen bei 120 Grad backen – eine Schüssel Wasser in den Ofen stellen. Geschält entweder gleich oder mit Portwein glasiert zum Wild reichen, püriert sind sie im Sterz eine nussige Ergänzung. Zum Würzen: Zimt, Zimtblüte, Nelke, Sternanis, Koriandersamen, Kardamomsamen.

Sanddorn: Er ist extrem Vitamin C-haltig, stärkt Immunsystem und Eiweißstoffwechsel, optimiert Eisenaufnahme und -verwertung. Frisch püriert und durch ein Sieb gestrichen, bildet er zusammen mit Honig und Zitrone eine gute Grundlage für Saft, Tee, Kompott, Gelee.

Haferwurzel: wirkt verdauungsanregend, basisch. Nach dem Schälen rasch verarbeiten, um Bräunung zu verhindern, harmoniert mit Vanille oder Sternanis.

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