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Reisen und gesund bleiben: Ärzte helfen dabei

18 Millionen Mal verreisen die Österreicher pro Jahr. Wie kann man sich im Urlaub vor Krankheiten schützen? Dieser Frage gehen Ärzte noch bis Sonntag bei der Reisemedizinischen Tagung in Linz nach.

21. April 2017 - 13:50 Uhr

Rund 18 Millionen Mal gehen die Österreicher jährlich auf Urlaub, die Hälfte davon ins Ausland. Um diese Menschen optimal betreuen zu können, informieren sich Ärzte noch bis Sonntag bei der 22. Reisemedizinischen Tagung in Linz. 

Wer sich beraten lassen möchte, sollte einen Mediziner wählen, der ein Zertifikat für Reisemedizin von der Ärztekammer hat. “Die Kurse für diese Ausbildung sind immer ausgebucht“, sagt   Univ.-Prof. Herwig Kollaritsch von der Gesellschaft für Reise- und Touristikmedizin. Egal ob es um Impfungen, den richtigen Insektenschutz oder die passende Reiseapotheke geht: „Immer sollte die Beratung individuell sein“, sagt der Pionier der Reisemedizin in Österreich. Dafür spiele der genaue Reiseverlauf eine genauso große Rolle wie die Konstitution des Betroffenen.

 „Nicht nur Krankheiten, sondern auch resistente Keime reisen mit. Das wird eine Herausforderung der Zukunft sein“, sagt Tropenmediziner Martin Haditsch. Er warnt auch davor, Tropenkrankheiten nur bei Fernzielen zu vermuten. So gäbe es zum Beispiel Malariaherde in Griechenland oder die Chikungunya-Viruskrankheit in Italien. „Malaria ist weltweit im Rückgang, es gibt aber Länder wie Venezuela, wo sie noch zunimmt“, sagt Haditsch. Oft sind es ganz einfache Maßnahmen, wie der Schutz vor Insekten, die helfen, die Gesundheit zu erhalten. So werden Dengue-Fieber, die Chikungunya-Viruskrankheit oder Zika durch Stechmücken übertragen. Bei Zika ist zum Beispiel zu bedenken, dass vier von fünf Betroffenen keine Symptome zeigen. Die Übertragung vom Mann auf die Frau, kann aber auch bei symptomfreien Betroffenen noch bis zu einem halben Jahr nach der Ansteckung durch Sperma stattfinden. 

Wer mit dem Flugzeug reist und eine Grunderkrankung hat, oder im Urlaub erkrankt, kann sich bei der Fluglinie Unterstützung holen. „Wir helfen gerne, wenn jemand zum Beipsiel medizinische Ausrüstung wie ein Atemgerät mit sich führen muss, einen Rollstuhl braucht oder bestimmte Medikamente mitnehmen möchte“, sagt Lufthansa-Arzt Roland Nowak. „Wir versuchen Notfälle schon im Vorfeld abzubiegen“, sagt der Mediziner. 

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