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Neue Volkskrankheit: Fettleber

Die Entgiftungszentrale „Leber“ neigt bei üppigem Lebensstil dazu, Fett einzulagern. Bild: Colourbox

Neue Volkskrankheit: Fettleber

Mehr als 30 Prozent der erwachsenen Österreicher haben eine Fettleber – die meisten wissen gar nichts davon. Eine spezielle Diät kann rasch helfen.

Von Barbara Rohrhofer, 20. September 2017 - 00:04 Uhr

Man kann sagen, dass es sich bei der Fettleber um eine neue Volkskrankheit handelt", sagt Primar Rainer Schöfl, Leiter der 4. Internen Abteilung im Ordensklinikum der Elisabethinen in Linz.

Hauptgründe für die Entwicklung einer "nichtalkoholischen" Fettleber sind Überernährung und Übergewicht. Auch Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko. Mittlerweile gilt diese Art der Fettleber sogar als eigenständige Erkrankung. In den allermeisten Fällen macht die Fettleber gar keine Probleme – auch der Blutbefund kann unauffällig sein. Führen die Fetteinlagerungen aber zu Entzündungen des Organs, steigen die Leberwerte an (vor allem der GGT- und der GPT-Wert). Fünf bis zehn Prozent der Betroffenen entwickeln eine Leberfibrose, die im schlimmsten Fall zur Zirrhose oder zum Leberkrebs führen kann.

Diagnostiziert wird die Fettleber mittels Ultraschall oder dem so genannten Fibroscan, der die Konsistenz der Leber misst.

Regeneration ist möglich

"Die Menschen wünschen sich natürlich ein Medikament gegen die Fettleber. Es gibt aber keines. Allerdings wirken Bewegung und eine Ernährungsumstellung wahre Wunder", sagt Primar Schöfl. Mit einer speziellen Diät, die anfangs aus Säften und Shakes und danach aus Gemüse und Salat besteht, könne man schon nach sechs Wochen eine echte Verbesserung der Fettleber beobachten – allerdings nur, wenn man sich gleichzeitig regelmäßig bewegt. "Die Regeneration der Leber ist möglich!", sagt der Experte. Am besten wäre der Verzicht auf Süßigkeiten, Kuchen, Limonaden und weißes Brot. Der Genuss von Alkohol sollte natürlich minimal sein. Folgende Dinge tun der Leber gut:

Weniger Fruktose: Fruchtzucker erhöht die Fettproduktion in der Leber und blockiert die Sättigungshormone. Vermieden werden sollten daher industriell hergestellter Fruktosesirup aus Softdrinks und Erfrischungsgetränken. Auch die modernen Smoothies aus Obst sind für die Leber nicht optimal.

Bewegung: Sport tut den Muskeln, dem Stoffwechsel und damit auch der Leber gut.

Diät: Sie wollen das Fett in ihrer Leber loswerden? Das gelingt garantiert, wenn Sie sich gesünder und kalorienärmer ernähren. Spezielle Kuren zum Leberfasten können den Einstieg erleichtern.

Wenig bis gar kein Alkohol: Ist die Vergiftungszentrale Leber bereits angeschlagen, am besten auf Alkohol verzichten.

Entgiftungszentrale

Als einziges Organ außer dem Herzen ist die Leber in zwei Blutkreisläufe eingebunden. Etwa 2000 Liter Blut fließen pro Tag durch sie. Ihre vielen Aufgaben machen die Leber lebenswichtig – zu viel Alkohol und Fett schaden ihr. Tückisch ist, dass Erkrankungen des schmerzunempfindlichen Organs zunächst oft unbemerkt verlaufen. Die Leber spielt beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle, entzieht dem Blut gefährliche Stoffe und produziert Galle für die Verdauung.

 

 

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