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Magnesium-Mangel durch Sport, Stress und einseitige Ernährung

Wer viel Sport betreibt, braucht auch viel Magnesium. Bild: Colourbox

Magnesium-Mangel durch Sport, Stress und einseitige Ernährung

Frühjahr und Sommer sind die ideale Zeit für Ausdauersport. Wer gern in der Natur ist oder einige Kilos purzeln lassen möchte, geht viel wandern, radfahren oder joggt mehrmals wöchentlich.

Von OÖnachrichten (gul), 30. Mai 2012 - 00:04 Uhr

Frühjahr und Sommer sind die ideale Zeit für Ausdauersport. Wer gern in der Natur ist oder einige Kilos purzeln lassen möchte, geht viel wandern, radfahren oder joggt mehrmals wöchentlich. Doch verstärktes Schwitzen kann dazu führen, dass der Magnesiumhaushalt durcheinanderkommt.

Ein Mangel an diesem Mineral führt zu diversen Funktionsstörungen. So etwa zu Krämpfen und Muskelzuckungen, da die Übertragung von Nervenimpulsen erschwert wird. Zu wenig Magnesium im Körper kann aber auch bewirken, dass die Nahrung schlecht verwertet wird und Blutgefäße, Nieren und Knorpel verkalken. Bei Kindern führt ein langfristiger Mangel zu Wachstumsstörungen, da Magnesium ein Bestandteil der Knochen und Zähne ist.

Migränepatienten haben oft einen Magnesiummangel, der Verspannungen von Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur verstärkt, die Gefäßnerven im Kopf erregt und Schmerzen auslöst.

Bedarf durch Nahrung decken

Normalerweise kann der Magnesiumbedarf mit der Nahrung abgedeckt werden. Leistungssportler und Menschen, die einer harten körperlichen Tätigkeit nachgehen, haben aber einen erhöhten Bedarf, da mit dem Schweiß auch viel Magnesium verloren geht. Der Verbrauch des Minerals steigt auch durch Abführ- und Entwässerungsmittel sowie bei Durchfall und Stress. Trifft einer der genannten Risikofaktoren zu, muss man den erhöhten Bedarf mit Magnesiumpräparaten abdecken.

 

Test: Genug Magnesium?

Wachen Sie nachts häufig wegen schmerzhafter Wadenkrämpfe auf?

Treten öfter Muskelverspannungen, zum Beispiel nach körperlicher oder sportlicher Betätigung, auf?

Haben Sie ab und zu Augenlidzucken?

Leiden Sie unter Muskelschmerzen, besonders im Bereich des Nackens und der Schultern?

Verspüren Sie öfter ein Taubheitsgefühl oder ein Kribbeln in Armen und Beinen?

 Leiden Sie unter Migräne?

Fühlen Sie sich häufig gestresst?

Sind Sie Diabetiker?

Auswertung

Wenn Sie mindestens zwei Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, kann dies ein Hinweis auf eine unzureichende Magnesiumversorgung sein. Aber wie alle Vitamine und Mineralstoffe soll auch Magnesium nicht einfach auf Verdacht eingenommen werden. Vorher sollte ein Arzt überprüfen, ob die Symptome tatsächlich aufgrund eines Magnesiummangels bestehen. Wenn sich Ihr Verdacht bewahrheitet, wird ein geeignetes Präparat verschrieben.

 

Lebensmittel mit hohem Magnesiumgehalt

Der Magnesiumbedarf beträgt für erwachsene Männer 350 Milligramm pro Tag und für Frauen 300 Milligramm. Folgende Lebensmittel (je 100 g) enthalten viel Magnesium:

Weizenkleie: 550 mg
Kürbiskerne: 535 mg
Sonnenblumenkerne: 420 mg
Weizenkeime: 308 mg
Schokolade: 290 mg
Cashewnüsse: 270 mg
Erdnüsse: 163 mg
Reis: 157 mg
Haferflocken: 140 mg
Bohnen: 130 mg
Erbsen: 120 mg
Vollkornbrot: 90 mg
Nudeln: 67 mg
 

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