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Jede Menge Gründe, ins Wasser zu springen

Bild: Colourbox.de

Jede Menge Gründe, ins Wasser zu springen

Sommer, Sonne,Urlaubszeit - viele verlegen ihr Training jetzt vom Fitnessstudio ins Wasser. Möglichkeiten, sich im nassen Element zu bewegen, gibt es genug. Aber wie effektiv sind die einzelnen Wassersportarten? Die OÖN haben den Sport- und Tauchmediziner Helmuth Ocenasek gefragt.

Von Ulrike Griessl, 02. August 2017 - 00:05 Uhr

Wichtig sei, dass jeder die Bewegungsart betreibe, die ihm Spaß mache. "Der eine geht lieber tauchen und erfreut sich an der Schönheit der Unterwasserwelt, der andere braucht es rasanter und geht lieber wakeboarden", sagt der Mediziner. Der Kalorienverbrauch halte sich bei Hobbysportlern bei beiden Bewegungsarten in Grenzen. "Trotzdem sind sowohl das Tauchen als auch das Wakeboarden gesundheitsfördernde Bewegungsarten", so Ocenasek.

Denn sich in der Natur zu entspannen, sei ebenso wichtig für Körper und Seele wie Muskelaufbau und Herz-Kreislauf-Training. Außerdem seien körperlich anspruchsvolle Sportarten ohnehin nicht für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. "Personen mit starkem Übergewicht, aber auch Senioren sollten sich Sportarten aussuchen, die sie fordern, aber nicht überfordern", sagt der Sportarzt. Junge Menschen, die noch nicht mit Gelenkproblemen und anderen Einschränkungen zu kämpfen hätten, könnten sich natürlich anstrengendere Sportarten zumuten.

Brustschwimmen

Kalorienverbrauch bei zügigem Schwimmen pro halber Stunde: Mann: 250 kcal; Frau: 200 kcal

Weil man im Wasser nicht schwitzt, bleiben Herzfrequenz und Kalorienverbrauch relativ niedrig. Brustschwimmen eignet sich laut Ocenasek dennoch gut für die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems, zudem trainiert man damit die Muskulatur und stabilisiert die Gelenke. Wer beim Brustschwimmen den Kopf eintaucht, schont die Halswirbelsäule.

Aqua-Jogging

Kalorienverbrauch pro halbe Stunde: Mann: 150 kcal: Frau: 110 kcal

Aqua-Jogging ist eine der besten Sportarten für Menschen, die starkes Übergewicht haben. „Weil das Wasser den Körper trägt, sind Bewegungen in diesem Element besonders gelenkschonend“, sagt Ocenasek. Der Effekt auf das Herz-Kreislauf-System steige, je weiter man ins Wasser eintauche. „Mindestens bis zum Bauch sollte man aber unbedingt eintauchen“, ergänzt der Sportmediziner. Auch Wassergymnastik hält Ocenasek für übergewichtige Menschen für durchaus empfehlenswert.

Rudern, Kanufahren

Kalorienverbrauch bei flottem Rudern pro halber Stunde: Mann: 315 kcal; Frau: 235 kcal

„Beim Kanufahren bewegt man nur Oberkörper und Arme, daher wird lediglich in diesem Bereich Muskelkraft benötigt“, sagt Ocenasek. Meist stehe beim Kanufahren aber ohnehin nicht der Fitnessgedanke im Vordergrund, sondern der Genuss, durch die Landschaft zu fahren. Effektiver für die Fitness sei das Rudern, weil man durch den beweglichen Rollsitz auch die Beine aktiv nutze.

Tauchen

Kalorienverbrauch pro halber Stunde: Mann: 120 kcal, Frau 80 bis 90 kcal

„Gerätetauchen ist definitiv kein Sport, sondern eine Freizeitbeschäftigung“, sagt der Sportmediziner Ocenasek. Denn dabei gehe es darum, sich möglichst ökonomisch im Wasser zu bewegen, um Sauerstoff zu sparen. Daher sei der Kalorienverbrauch äußerst gering. Beim Gerätetauchen stehe das Naturerlebnis im Mittelpunkt, nicht die Fitness. Anders sei es beim Apnoe-Tauchen, doch das empfiehlt der Tauchmediziner nur trainierten Menschen.

Stand-up-Paddling

Kalorienverbrauch pro halber Stunde: Mann: 150 kcal; Frau: 120 kcal

„Mit dem Stand-up-Paddling fördert man vor allem den Gleichgewichtssinn und die muskuläre Stabilisierung im Rücken- und Bauchbereich“, sagt Ocenasek. Zu diesem Zweck werde Stand-up-Paddling seit einigen Jahren auch in Wellnesshotels und Kurhäusern angeboten. Auf das Herz-Kreislauf-System habe diese Bewegungsart nur einen geringen Effekt.

Wakeboarden

Kalorienverbrauch: pro halber Stunde: Mann: 300 kcal; Frau: 210 kcal

„Profi-Wakeboarder fahren bei einem Wettbewerb viele Durchgänge nacheinander, daher müssen sie auch außerhalb des Wassers viel trainieren und sind körperlich sehr fit“, sagt Ocenasek. Anders sei es bei Hobby-Wakeboardern. Sie würden vor allem Koordination trainieren, für das Herz-Kreislauf-System sei diese Freizeitbeschäftigung keine Herausforderung. „Geradeausfahren kann jeder rasch, über die Wellen zu springen erfordert Geschick“, so der Arzt.

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