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Frau Doktor Gänseblümchen

Bild: Weihbold

Frau Doktor Gänseblümchen

Klein & lieblich: Das Gänseblümchen ist die Heilpflanze 2017 und steckt voller überraschender Gesundheitskraft. Tee, Pflaster und Schönheitsmasken aus der Blume sollen allerlei Wirkungsweisen haben. Also: Bitte pflücken.

Von Barbara Rohrhofer, 25. April 2017 - 19:03 Uhr

Fast jeder kennt es, fast jeder unterschätzt es: Das Gänseblümchen, das zur Heilpflanze des Jahres 2017 gekürt wurde. Aufgrund seiner Gerbstoffe gilt das Wildkraut als Appetitanreger. Diese Stoffe regen die Produktion von Verdauungssäften in Magen, Galle und Leber an. Gleichzeitig wirkt das Gänseblümchen blutreinigend und entzündungshemmend. Die Blume, die auch Maßliebchen, Tausendschön und Sonnenauge genannt wird, gehört zur Familie der Korbblütler und blüht fast das ganze Jahr.
 

  • Das ist dran, das ist drin: Verwendet werden von den Blümchen die Blätter, die grünen Blütenknopsen und die Blüten. Inhaltsstoffe: Saponine, ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Schleim, Anthoxantin
     
  • Gänseblümchentee: Heute ist die Wirkung von Gänseblümchen weitgehend in Vergessenheit geraten. Die moderne Pflanzenheilkunde verwendet es kaum; die Volksheilkunde nutzte die Blume schon im Mittelalter bei verschiedenen Beschwerden. Eine Prise Gänseblümchen in Teemischungen hat sich laut Naturheilverein Theophrastus besonders in der Kinderheilkunde bewährt. "Der Tee wirkt bei Husten, Gicht, Rheuma, Magenschmerzen, Verstopfung und Leber-, Nieren- und Blasenbeschwerden", sagt Kräuterpädagogin und Buchautorin Hannelore Kleiß. Was man für den Gänseblümchentee braucht? "Zwei Teelöffel Blütenköpfe mit einem Viertelliter kochenden Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Schluckweise trinken."
     
  • Wiesenpflaster: In der Traditionellen Europäischen Medizin ist das Gänseblümchen für verschiedene Wehwehchen aus der Hausapotheke nicht wegzudenken: Die frischen, zerdrückten, gemörserten Blätter und Blüten des Gänseblümchens dienen äußerlich zur Wundbehandlung. Bei Verstauchungen und Quetschungen werden sie als Auflage verwendet, so Monika Kronsteiner von den Kurbetrieben der Marienschwestern von Karmel, die Häuser in Aspach, Bad Kreuzen und Bad Mühllacken betreiben. Das Blümchen diene bei Insektenstichen als "Wiesenpflaster": einfach Kopferl zerdrücken und auf die betroffene Stelle geben.
     
  • Kraft-Bringer: Die Blüten und die Blätter sind eine wertvolle Nahrungsergänzung in Salaten und Suppen oder einfach auf dem Butterbrot. Sie sehen auf allen Speisen sehr schön aus und wurden deshalb im Volksmund früher Tausendschön genannt.
     
  • Schönmacher: "Eine Gänseblümchen-Gesichtsmaske reinigt und pflegt die Haut, lässt Entzündungen abklingen und erfrischt", sagt Hannelore Kleiß. Zwei Handvoll Gänseblümchen mit einem halben Liter kochenden Wasser übergießen und 30 Minuten ziehen lassen. Dann drei Esslöffel des Aufgusses mit zwei Esslöffeln Kleie und einem Teelöffel flüssigem Honig vermischen und zehn Minuten quellen lassen. Die Maske aufs Gesicht auftragen und 15 Minuten einwirken lassen. Dann mit warmem Wasser abspülen. Unterstützend können Sie Gänseblümchen-Tee trinken.
     
  • Geschichten: "Ich frage die Teilnehmer meiner Kräuterwanderungen gerne, ob sie schon einmal beobachtet haben, wie sich ein Gänseblümchen verhält, wenn ein Traktor drüberfährt. Die meisten wissen: Es richtet sich wieder auf. Das ist auch eine seiner besonderen Stärken. Das Gänseblümchen hat die Kraft, wieder aufzustehen. Außerdem strahlt das Gänseblümchen wie eine kleine Sonne. Es richtet Geknickte wieder auf und bringt die Lebensfreude und das Strahlen zurück", sagt Kleiß.
     
  • Mythen: "Wer vor den ersten drei Gänseblümchen, die er im Frühling entdeckt, in die Knie geht und sie mit dem Mund abbeißt und hinunterschluckt, der bleibt das ganze Jahr über gesund, heißt es", erzählt Hannelore Kleiß. Man könne es sich aber überhaupt zur Gewohnheit machen, zumindest einmal wöchentlich einige Gänseblümchen zu genießen. Als Tee oder auf dem Butterbrot helfen uns Gänseblümchen nach einer Grippe wieder auf die Beine.
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