Gesundheit

Menü
Facebook Twitter Google+ E-Mail

Fastfood löst akute Entzündungen aus

Burger & Co wirken fast wie eine Infektion mit gefährlichen Bakterien

11. Januar 2018 - 16:25 Uhr

Fastfood macht die Immunabwehr des Körpers langfristig aggressiver. Wie eine gestern von der Universität Bonn veröffentlichte Studie zeigt, kommt es auch lange nach der Umstellung auf gesunde Kost schneller zu Entzündungen. Diese fördern direkt die Entstehung von Diabetes und Arterienverkalkung, auch Arteriosklerose genannt.  Die Wissenschafter setzten für ihre Studie Mäuse einen Monat lang auf eine sogenannte "westliche Diät" mit viel Fett, viel Zucker und wenigen Ballaststoffen. Die Tiere entwickelten daraufhin eine massive körperweite Entzündung - fast wie nach einer Infektion durch gefährliche Bakterien.

Die Forscher untersuchten Vorläuferzellen von Immunzellen aus dem Knochenmark der Tiere und fanden heraus, dass durch die fett- und kalorienreiche Ernährung eine große Zahl von Genen aktiviert wurde. Betroffen waren unter anderem Erbanlagen für die Vermehrung der Zellen. "Fastfood führt also dazu, dass der Körper rasch eine riesige schlagkräftige Kampftruppe rekrutiert", erklärte Joachim Schultze, einer der beteiligten Wissenschafter.

Nachdem die Nager vier weitere Wochen lang arttypische Getreidekost erhielten, verschwand zwar die akute Entzündung. Allerdings waren auch nach dieser Zeit in den Immunzellen noch viele der Erbanlagen aktiv, die in der Fastfood-Phase angeschaltet worden waren.

Grund dafür ist ein sogenannter Fastfoodsensor in den Immunzellen. Erst seit kurzem ist bekannt, dass das angeborene Immunsystem über ein Gedächtnis verfügt. "Nach einer Infektion bleibt die Körperabwehr in einer Art Alarmzustand, um dann schneller auf einen neuen Angriff reagieren zu können", erklärte Eicke Latz, Leiter des Instituts für angeborene Immunität der Universität Bonn. Bei den Mäusen wurde dieser Prozess nicht durch ein Bakterium, sondern durch ungesunde Ernährung ausgelöst.

Bei der Untersuchung von 120 Probanden fanden die Forscher genetische Hinweise darauf, dass an diesem Trainingseffekt ein sogenanntes Inflammasom beteiligt ist. Inflammasome sind Sensoren des angeborenen Immunsystems. Sie erkennen schädliche Substanzen und setzen hoch entzündliche Botenstoffe frei. Das in der Studie identifizierte Inflammasom wird durch bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln aktiviert.

Diese ungesunde Ernährung führt nun dazu, dass manche DNA-Teile, die die Erbsubstanz enthalten, langfristig leichter ablesbar sind. Wissenschafter sprechen von epigenetischen Änderungen.

Das Inflammasom stößt Latz zufolge solche epigenetischen Änderungen an, weshalb das Immunsystem in der Folge schon auf kleine Reize mit stärkeren Entzündungsantworten reagiert. Diese wiederum können die Entstehung von Gefäßkrankheiten, die Schlaganfälle oder Herzinfarkte verursachen, oder auch Typ-2-Diabetes drastisch beschleu

»zurück zu Gesundheit«

Kommentare

„Der Genuss von tierischen Fetten in Form von fettem Fleisch und fetter Wurst hat einen ...“ decordoba Der Genuss von tierischen Fetten in Form...
„von decordoba Butter hat einen günstigen Einfluss auf Lungenkrankheiten. “ pepone von decordoba Butter hat einen günstig...
„Man soll hier nicht zu viel von sich selber preisgeben. “ decordoba Man soll hier nicht zu viel von sich sel...

Haben Sie bereits einen Benutzernamen? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort, Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Handynummer mitteilen.
Gewünschter Benutzername
Gewünschtes Passwort
Wiederholung Passwort
E-Mail
Anrede
  Frau    Herr 
Vorname
Nachname
OÖNcard / Kundennummer (optional)
Handynummer
/

Sicherheitsfrage
Wie viel ist 5 + 1? 
Bitte Javascript aktivieren!