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Wichtig ist auch, dass der Arzt gut zuhört und auf den Patienten eingeht. Bild: (colourbox.de)

Es ist ein echtes Kreuz

Kaum ein Leiden betrifft so viele Menschen. Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit und das Thema bei der OÖN-Gesundheitstour am Donnerstag, 8. Juni, ab 18 Uhr im Krankenhaus Bad Ischl.

Von Barbara Rohrhofer, 24. Mai 2017 - 00:04 Uhr

Rückenschmerzen sind das Volksleiden Nummer eins in Österreich. Betroffen sind nicht nur ältere Menschen, sondern auch viele junge Frauen und Männer. Am stärksten ausgeprägt sind die Probleme in der Altersgruppe zwischen 35 und 55 Jahren. Schuld an dieser Entwicklung ist vor allem eine ständige Fehlbelastung der Wirbelsäule – sei es im Büro oder auch zuhause, dazu kommt sehr oft die fehlende Bewegung im „sitzenden Alltag“. Dadurch wird die Rückenmuskulatur geschwächt.

Aber nicht nur tagsüber leidet unsere Wirbelsäule, auch Bett und Matratze haben ihre Auswirkungen. Und dann wären da noch die psychischen Belastungen, die eine Erhöhung der Körperspannung bewirken und schnell zu schmerzhaften Verspannungen führen können. Die beruhigende Nachricht: In 95 Prozent der Fälle sind Rückenschmerzen funktionell, was heißt: Es tut zwar furchtbar weh, kaputt ist aber nichts.

Die wichtigsten Fragen zur Rückengesundheit werden von den Experten des Salzkammergut-Klinikums Vöcklabruck und Bad Ischl beantwortet: Primar Peter Pauly, Leiter der Abteilung für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Primaria Johanna Berger, Leiterin der Abteilung für Unfallchirurgie, und Primar Nenad Mitrovic, Leiter der Abteilung für Neurologie.

Wie viele Menschen sind betroffen?

90 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben darunter. 80 Prozent haben wiederkehrende Beschwerden. Man kann davon ausgehen, dass von den Menschen, die einem auf der Straße begegnen, 40 Prozent Kreuzschmerzen haben. Der Großteil hat jedoch keine neurologischen Beschwerden, und nur ein prozentuell verschwindender Anteil hat ein Bandscheibenleiden.

Was sind die Hauptauslöser?

Das Problem ist meist unsere Lebensweise: Bewegungsmangel, falsche Bewegung, falsche Haltung. In Indien sind Kreuzschmerzen zum Beispiel kein Thema. Natürlich kann es auch andere Auslöser geben: Traumata nach Unfällen und Knochenbrüche, die durch Osteoporose (schwindende Knochendichte) ausgelöst werden. Wenn jemand ein Krebsleiden hatte, können in vereinzelten Fällen auch Knochenmetastasen auftreten, die Schmerzen machen.

Welcher Arzt ist mein Ansprechpartner?

Grundsätzlich immer der Hausarzt. Der sollte herausfinden, welcher Patient die Tendenz zu chronischen Schmerzen hat und ob die Schmerzen gefährlich sind. Wenn nach einer Behandlung von vier bis sechs Wochen keine Linderung eintritt, sollten eine Bildgebung und eine Laboruntersuchung veranlasst werden. Eine Ausnahme sind Lähmungserscheinungen. Da muss man sofort handeln.

Soll man nicht lieber sofort röntgen oder besser gleich zum CT oder MRT?

Nur fünf bis sechs Prozent der Patienten brauchen eine Bildgebung. Aber fast alle Patienten wollen sofort ein „Bild“ ihrer Schmerzen. Es ist aber so, dass 95 Prozent eine klinische Untersuchung, eine physiologische und – unter Umständen – auch eine psychologische Behandlung benötigen. Bei akutem Schmerz kann eine Infiltration Linderung bringen.

Was hilft gegen chronisches Kreuzweh?

Nur eine Bewegungstherapie. Man muss die Muskeln und die Feinmechanik trainieren. Die Formel lautet: Kraft, Ausdauer und natürlich Dehnung.

 

Gesundheitstour in Bad Ischl

Das Kreuz mit dem Kreuz: Am Donnerstag, 8. Juni, dreht sich ab 18 Uhr im Salzkammergutklinikum Bad Ischl alles um die Wirbelsäule.

Die Experten: Primar Peter Pauly, Leiter der Abteilungen für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Primaria Johanna Berger, Leiterin der Abteilung für Unfallchirurgie, Primar Nenad Mitrovic, Leiter der Abteilungen für Neurologie und Sportwissenschaften, und UNIQA-Vitalcoach Margit Wachter.

Wirbelsäule: Zu bestaunen gibt es ein Modell der Wirbelsäule.

Eintritt frei: Im Anschluss an die Vorträge können persönliche Fragen gestellt werden. Es gibt außerdem eine gesunde Jause.

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