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Elf treffsichere Aspekte: So beeinflusst Fußball Gesundheit und Wohlbefinden

Bild: Reuters

Elf treffsichere Aspekte: So beeinflusst Fußball Gesundheit und Wohlbefinden

Welche gesundheitlichen Chancen und Risiken Fußball eröffnet, haben die OÖN für Sie ins Spiel gebracht.

Von Dietlind Hebestreit, 09. Juni 2012 - 00:04 Uhr

1 - Knieverletzungen: 40 Prozent aller Sportverletzungen passieren beim Fußball, zumeist am Ende der Halbzeiten und wegen zu geringer Grundlagenausdauer. Am häufigsten betroffen ist das Knie: Reißt das Kreuzband, so sind mindestens sechs Monate Spielpause angesagt.

2 - Kopfverletzungen: Diese können beim Fußball besonders schwer sein und passieren vor allem, wenn Spieler im Sprung zusammenstoßen oder bei Stürzen. Prominentes Beispiel: Der tschechische Tormann Petr Cech, der seit einem Schädelbasisbruch 2006 nur noch mit einem 80 Gramm leichten, schwarzen Kunststoffhelm antritt. Dass häufiges Köpfeln zu Gehirnschäden führt, beweist laut Sportarzt Milan Toljan jedoch keine Studie.

3 - Knochenmarksödeme: Sie treten besonders häufig auf, wenn nach dem Spiel nicht ausreichend gedehnt und „ausgelaufen“ wird und sich deshalb die Muskeln verkürzen. Bis sich diese äußerst unangenehmen Flüssigkeitsansammlungen im Knochenmark – die häufig im Schambeinbereich auftreten – zurückbilden, vergehen bis zu drei Monate.

4 - Reaktionsgeschwindigkeit: Fußball schärft die Sinne und verbessert Reaktionsgeschwindigkeit, Koordination sowie die Flexibilität des Menschen. Diese Effekte des Mannschaftssports machen sich auch im täglichen Leben positiv bemerkbar, sagt der Rohrbacher Sportwissenschafter und Psychologe Gernot Schauer. Diese beim Fußball erlernten und trainierten Fähigkeiten lassen sich in Schule und Beruf genauso wie im Privatleben bestens nützen.

5 - Belastbarkeit: Weil Fußball keine gleichförmige Bewegung darstellt, sondern immer wieder Intensitätsspitzen auftreten (optimal: ein Fünftel bis ein Viertel der Trainingszeit), steigert der Spieler seine Resistenz. Er wird widerstandsfähiger und hält auch Belastungen im Alltag besser aus, sagt Schauer.

6 - Gehirnjogging: Woher kommt der Ball? Was machen die anderen? Wie komme ich an meinem Gegner vorbei? Fußball fordert auch geistig. Das nützt auch im täglichen Leben.

7 - Soziale Kompetenz: „Kinder lernen Disziplin und Selbstkontrolle. Sie trainieren, ihren Egoismus zurückzustellen“, sagt Toljan. Der Linzer Sportmediziner ist davon überzeugt, dass Erwachsene genauso von diesen Anforderungen profitieren. „Auch die Selbstsicherheit wird laut Studien durch Sport eklatant nach oben geschraubt“, sagt Sportpsychologe Schauer.

8 - Depressionsprophylaxe: Regelmäßige Bewegung schützt vor Burnout, beugt Antriebslosigkeit und Depressionszuständen vor – „besser als zum Beispiel eine Lichttherapie“, sagt Schauer.

9 - Gesundheitsbewusstsein: Wer sportelt, verbrennt dabei nicht nur Kalorien (beim Fußball bis zu 1000 Kcal/Spiel); er entwickelt auch ein besseres Gesundheitsbewusstsein, legt mehr Wert auf geringeres Gewicht und einen durchtrainierten Körper. Wie sich ein Fußballer kulinarisch perfekt auf ein Spiel vorbereitet, verrät Autor und Ernährungsexperte Siegfried Wintgen auf nachrichten.at/gesundheit.

10 - Geselligkeit: Einsamkeit und übersteigerte Individualisierung sind Probleme unseres Computerzeitalters. Sportarten wie Fußball schaffen da Abhilfe. Das trifft übrigens auch auf gemeinsames Fußball-Schauen zu – wie jetzt, bei der EURO. Wichtig: Nicht den Konsum von Alkoholika, Softdrinks und fetten Knabbereien, sondern das Gemeinschaftserlebnis in den Mittelpunkt stellen.

11 - Kalorienfalle: Ein fröhlicher EURO-Fußballabend vor dem Flatscreen ohne Bier und Chips? Wintgen zeigt gesunde Alternativen auf: Pizza-Brote statt fetter Hamburger, in Prosciutto gehüllte Feigen oder gefüllte Melanzaniröllchen statt Chips. Oder darf es statt Bier einmal ein alkoholfreier Cocktail sein? Rezepte für gesunde Snacks und Drinks von Siegfried Wintgen auf der OÖN-Onlineplattform nachrichten.at/gesundheit.

 

Buchtipp:

Siegfried Wintgen:
Sporternährung aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, Bacopa Verlag, 19,90 Euro

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