Am 8. Mai führten die Feuerwehren des Pflichtbereiches Scharnstein ihre Frühjahrseinsatzübung am Flugplatz Scharnstein durch. Die Organisation dieser Übung übernahm die Feuerwehr Scharnstein, die folgendes Übungsszenario ausarbeitete: Während eines Landemanövers kommt es zwischen einem einmotorigem Schleppflugzeug und einem Motorseglers zu einer Tragflächenberührung. Das Flächenflugzeug versucht zwar eine Notlandung, die jedoch misslingt. Die Maschine stürzt im Bereich des Bühelbauerwaldes ab. Bild: FF Scharnstein
Dabei entzündet sich das ausgelaufene Kerosin und verursacht einen Waldbrand, der zunächst auf die Absturzstelle beschränkt ist, sich jedoch später ausbreitet. Der Motorsegler versucht im Bereich »Im Forst« mit der beschädigten Tragfläche eine Notlandung, bei der er im Wald abstürzt. Die Insassen der beiden Maschinen werden bei den Abstürzen teilweise herausgeschleudert bzw. eingeklemmt und schwer verletzt. Zwei leicht verletzte Personen verlassen infolge Schockeinwirkung den Unfallort und sind nicht auffindbar. Bild: FF Scharnstein
Der am Flugplatz Scharnstein stationierte Notarzt-Rettungshubschrauber »Airmed 2« wurde zu einem Suchflug nach der zweiten Absturzstelle entsandt und konnte diese auch innerhalb kürzester Zeit finden und weitere Einsatzkräfte zur zweiten Absturzstelle lotsen. Auch die eingesetzten Feuerwehr-Flughelfer konnten die Zusammenarbeit mit dem Rettungshubschrauber erfolgreich testen. Bild: FF Scharnstein
Aufgrund der ersten Lagemeldung durch die Flugleitung an den Einsatzleiter Feuerwehr war die erste Absturzstelle relativ rasch ermittelt und die ersten Feuerwehr und Rettungskräfte konnten zur Absturzstelle entsandt werden. Die Hauptaufgabe in diesem Bereich bestand in der Bergung des eingeklemmten Piloten bzw. des mit einem Notschirm abgesprungenen Insassen. Die Bekämpfung des Flugzeug- und Waldbrandes wurde durch eine ca. 900 Meter lange Zubringerleitung der Feuerwehren Bäckerberg, Steinfelden, Grünau und Viechtwang unterstützt. Der Flugzeug- und Waldbrand konnten folglich unter Kontrolle gebracht werden. Bild: FF Scharnstein
An der zweiten Absturzstelle waren zwei Personen im »fiktiven Wrack« eingeklemmt und konnten von den Feuerwehren Scharnstein und Viechtwang geborgen und dem Roten Kreuz übergeben werden. Nach Rücksprache mit der Flugleitung wurde dem Einsatzleiter mitgeteilt, dass sich in diesem Flugzeug vier Insassen befunden haben. Aufgrund dieser Meldung wurde die Alarmierung der österreichischen Rettungshundebrigade veranlasst, die im Bereich der Absturzstelle eine Suchkette bildeten. Die vermissten Personen konnten aufspürt und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden. Bild: FF Scharnstein
Ein weiterer Schwerpunkt bei dieser Übung bildete die Zusammenarbeit der örtlichen Flugleitung mit den Einsatzleitungen der Feuerwehr, Rotes Kreuz und Rettungshundebrigade. Aufgrund der abgelegenen Absturzstellen abseits der Start- und Landepiste konnte die Piste für den Flugverkehr nicht gesperrt werden. Eine Querung der Piste war nur nach Rücksprache und Freigabe mit der Flugleitung möglich. Bild: FF Scharnstein
Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Rettungsorganisationen funktionierte reibungslos, wobei sich die Installierung einer gemeinsamen Einsatzleitung bewährte. Bild: FF Scharnstein