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WKR-Ball - Demonstranten blockierten Burschenschafter-Bus

WIEN. Die Demonstranten gegen den WKR-Ball sind trotz aller Vorkehrungen der Polizei am Freitagabend doch noch mit Besuchern zusammengetroffen. Die Aktivisten hinderten in der Herrengasse mit einer Sitzblockade einen Bus voll Burschenschafter an der Weiterfahrt.

Die Ball-Gäste wurden von der Polizei aus dem Bus geholt und in Richtung der Veranstaltung begleitet. "Es ist nichts passiert", sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Falls die Demonstranten ihre Sitzblockade allerdings nicht aufgeben, müssen sie damit rechnen, "straßenverkehrsrechtlich behandelt zu werden". 

Gegen 18.30 Uhr hat in der Wiener Innenstadt der Zulauf zur Kundgebung gegen den Ball des Wiener Korporationsrings seinen Anfang genommen. Demonstrationszüge mit jeweils mehreren hundert Teilnehmern vom Westbahnhof sowie von der Universität Wien brachen in Richtung Heldenplatz zur Gegenkundgebung auf. Begleitet wurden die Demos von einem beachtlichen Polizeiaufgebot. Vonseiten der Polizei wurde versichert, man bemühe sich um einen geordneten Ablauf der Veranstaltung. Im Einsatz sind mehrere hundert Polizisten aus mehreren Bundesländern. 

Am Westbahnhof hatten sich Veranstalterangaben zufolge 600 bis 900 Menschen eingefunden. Die Polizei sprach von 400 bis 500. Auch von der Uni Richtung Hofburg waren mehrere hundert unterwegs. Am Heldenplatz versammelten sich unterdessen ebenfalls Teilnehmer der Kundgebung: Die Angaben schwankten allerdings deutlich, die Veranstalter sprachen von 3.000 bis 4.000, die Polizei von 500.

Massenweise deutsche Demo-Touristen, wie von den Sicherheitsbehörden im Vorfeld befürchtet, waren vorerst nicht zu sichten. Allerdings marschierte ein kleiner deutscher Block die Mariahilfer Straße entlang, der den österreichischen Demonstranten per Transparent unter anderem Grüße aus Berlin übermittelte.

Im Vorjahr war es nach Aufhebung der Sperrzone zu Ausschreitungen gekommen. Auch heuer war die Veranstaltung mehr als umstritten – und aus der Liste der Unesco-Kulturerben gestrichen worden. Und jetzt bereits steht fest: Die Burschenschafter der im Wiener Korporationsring (WKR) zusammengeschlossenen „Olympia“, „Cimbria“ und „Teutonia“ schwangen zum letzten Mal in der Wiener Hofburg das Tanzbein.

Kritik am Veranstaltungsdatum

Und auch die Kritik an den Veranstaltern nahm heuer zu: Denn der letzte Freitag im Jänner – der traditionell den Termin des Balls bestimmt – fällt auf den 27. Jänner, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Für die Burschenschafter kein Grund, ihre Feierlichkeiten zu verschieben. Die Initiative „Jetzt Zeichen setzen“ wehrt sich gegen den Ball. Mehr als 50 Organisationen und Vereine stehen dahinter – von SOS-Mitmensch bis zum Antirassismusverein Zara. Als Protest wurde eine Demonstration organisiert, die vom Europaplatz über die Mariahilfer Straße zum Ring und von dort durch die Innenstadt rund um die Sperrzone bis zurück zur Babenberger Straße führte.

Besonderes Augenmerk schenkte die Polizei den Häusern schlagender Burschenschaften, die beinahe auf der Route der Demonstranten lagen. Unter den Eingeladenen des Balles waren die Anführerin der französischen „Front National“ (FN) und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, sowie Philip Claeys vom belgischen „Vlaams Belang“.

 

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Ball der Burschenschater · von metschertom (751) · 28.01.2012 19:39 Uhr

Warum sollen die keinen Ball haben? Dort werden keine rechten Parolen herumgegröhlt und keine Heilrufe hört man aus dem Ballgebäude und es ist keine Parteiveranstaltung der NSDAP.
Leider werden die Leute von den Medien und Parteien schon so verhetzt und für blöd verkauft. Was noch viel schlimmer ist, es gibt immer mehr Leute die nicht mehr nachdenken oder nachdenken können und sofort auf jeden "Dampfer" aufspringen. Und wenn ich mir solche "Schreihälse" wie Flash.Rob anschaue, dann kommt mir das kotzen!

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Ich bin kein Burschenschafter · von observer (1723) · 28.01.2012 16:46 Uhr

und stehe grossdeutschem Gedankengut in keiner Weise nahe. Auch finde ich, dass in der FPÖ diese Kreise viel zu viel Einfluss haben. Trotzdem ist das Aufsehen, die Berichterstattung über diesen Ball weit übertrieben. Desgleichen finde ich Demonstrationen dagegen nicht am Platz, dadurch wird dieser Veranstaltung nur unnötige Publizität zu Teil. Was den Termin betrifft, war der unglücklich gewählt, ich gehe allerdings davon aus, dass das nicht Absicht war, sind doch an diesem Tag zahlreiche Bälle. Was den Herrn Strache betrifft, so weiss ich nicht, ob er seinen Orden zu Schau gestellt hat (oder hat er schon mehrere?), jedenfalls hätte er diesen nicht annehmen sollen, macht er sich doch selbst meist zu Recht für Schweizer Vorbilder stark. Und dort haben sie das Ordensunwesen schon vor über 100 Jahren abgeschafft. Das sollte auch in Österreich geschehen. Kriegen doh hierzulande meist die Orden die sie nicht verdienen und andere, denen sie gebührten (lebensretter etc.) nicht.

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Kennt ihr den? · von infomanagement (51) · 28.01.2012 14:34 Uhr

Warum können Burschenschafter keine DJs werden?

Weil sie den unterschied zwischen 33 und 45 nicht kennen.

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Artikel 27. Januar 2012 - 21:00 Uhr
nachrichten.at/apa
Bild vergrößern Proteste gegen Burschenschafter-Ball

Bild: Reuters

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