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Krems-Prozess: „Sie waren auf Kampf eingestellt“

KORNEUBURG. Im Fall jenes 14-Jährigen aus Krems, der beim Einbruch in einem Supermarkt von einem Polizisten erschossen worden war, musste sich der Beamte gestern vor Gericht verantworten. Richter Manfred Hohenecker hegte massive Zweifel an den Aussagen des Angeklagten.

Der Polizeibeamte Andreas K. (43) ist wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen (bis zu drei Jahre Haft) angeklagt. Staatsanwältin Magdalena Eichinger warf dem Familienvater vor, „zumindest irrtümlich“ einen Angriff auf seine Person angenommen zu haben und mit seiner Dienstpistole, einer Glock, auf den 14-Jährigen geschossen zu haben. Dies sei noch dazu ein „beträchtlicher Fehlschuss“ gewesen, weil er von einem Geräusch abgelenkt worden sei. Gerichtsmediziner Christian Reiter sagte, es habe sich um einen Schuss aus rund zwei Metern Distanz in den Rücken gehandelt. Der Komplize des 14-Jährigen wurde von einer Polizistin in beide Oberschenkel getroffen.

Der Richter war gestern bemüht, die Vorgänge in dem Supermarkt vom 5. August 2009 minutiös zu beleuchten. Mehrmals verwickelte sich der Beamte in erhebliche Widersprüche. Bei der Tatrekonstruktion hatte der Angeklagte noch gesagt, auf den Burschen gezielt zu haben, um ihn an der Flucht zu hindern. Gestern sagte er aber, er sei erschrocken und habe sich gefürchtet, weil der Jugendliche hinter einer Palette Eisteeflaschen hervorgesprungen sei.

„Sie waren voll auf Adrenalin und auf Kampf eingestellt“, widersprach der Richter dem Angeklagten, und bezweifelte, dass die Burschen die Polizisten angreifen wollten. „Die sind auf Flucht programmiert gewesen.“

Die an dem Vorfall beteiligte Polizistin (35) sagte aus, von dem Todesschuss nichts gesehen zu haben. Sie sei durch einen Schock „wie gelähmt“ gewesen. Der Angeklagte und seine Kollegin hätten nach dem Vorfall zwei Tage Zeit gehabt, sich abzusprechen, sagte der Richter zu der Zeugin. Und: „Es gibt den Verdacht, dass Sie mehr wissen, als Sie bisher gesagt haben.“ Der angeklagte Polizist selbst hatte zu Protokoll gegeben, nicht er, sondern seine Kollegin habe über Funk die Rettung angefordert. Er habe sie sprechen gehört. „Das kann er aber nur, wenn Sie mit ihm im selben Raum waren“, sagte Hohenecker.

Der Prozess wird heute fortgesetzt.

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ich habe eure postings · von sirius (1939) · 11.03.2010 18:12 Uhr

gelesen und sage auch die närrische zeit ist doch schon vorbei.

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2
Polizist · von akrenn (194) · 11.03.2010 15:51 Uhr

So jetzt mal was zum Nachdenken.
Warum wurde der Polizist Jango genannt?
Ihr dürft raten.
Noch eines er hat angeblich nicht zum ersten mal geschossen.

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3
diese · von Enaida (16) · 11.03.2010 15:54 Uhr

Info war mir gar nicht bekannt, ist das veröffentlicht worden?

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Artikel 11. März 2010 - 00:04 Uhr
Von Robert Stammler
Bild vergrößern „Sie waren auf Kampf eingestellt“

Wenn Sie Florian nicht gefragt hätten, ob er beim Einbruch mitmacht, wäre er noch am Leben.Verteidiger des Polizisten zu Roland T.  Bild: APA

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