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Airbag rettete Pärchen vor Lawinentod - weitere Lawinenabgänge im Land

MITTERSILL. Ihrer guten Ausrüstung verdanken zwei Urlauber, dass sie Samstagnachmittag einen Lawinenabgang im Salzburger Pinzgau unverletzt überstanden haben. Zwei Sportler konnten heute nur noch tot geborgen werden.

Der 34-jährige Deutsche und die 29-jährige Schwedin wollten gegen 15.30 Uhr von der Resterhöhe über das Stangenjoch nach Aschau abfahren. Wegen der schlechten Sicht verirrten sich aber und gelangten in einen Steilhang, wo sie das Schneebrett lostraten. Der Deutsche konnte, während er mitgerissen wurde, den Airbag des Rucksacks auslösen und blieb so an der Oberfläche. Er fand dann einen Ski seiner Begleiterin, konnte sie orten und aus etwa eineinhalb Metern Tiefe freischaufeln und bergen. Die Wintersportler, die beide einen Helm getragen hatten, blieben unverletzt.

Schwierig gestaltete sich die Bergung des Duos, weil der Hubschrauber wegen der schlechten Witterung wieder abdrehen musste. Erst um 23 Uhr kamen die ausgerückten Bergretter mit den beiden im Tal an. Der Deutsche und die Schwedin waren mit Lawinenverschütteten-Suchgeräten, Sonden und Schaufeln ausgerüstet.

Zwei Tote am Sonntag geborgen

Bei einem Lawinenabgang auf dem Nassfeld (Bezirk Hermagor) in Kärnten ist am Nachmittag ein 28-jähriger Student aus Hermagor verschüttet und getötet worden. Laut Polizeiangaben ereignete sich das Unglück um 15.15 Uhr. Über die Identität des Toten gab es vorerst noch keine Angaben. Der Skifahrer war zusammen mit Freunden abseits der Pisten unterwegs und dürfte das Schneebrett selber ausgelöst haben.

In der Obersteiermark wurde seit Samstagnachmittag nach einem vermissten Tourengeher gesucht. Der 39-Jährige aus dem Bezirk Liezen war offenbar bereits am Freitag zu einer Tour im Bereich der Riesneralm aufgebrochen. Freunde entdeckten sein zugeschneites Auto auf einem Parkplatz und alarmierten gstern die Einsatzkräfte. Die Suche musste am späten Samstagnachmittag vorerst abgebrochen werden, am Sonntag durchkämmten die Einsatzkräfte aufs Neue das Gebiet und fanden den Vermissten schließlich tot.

Lawine in Mellau abgegangen

In Mellau (Bregenzerwald) ist nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL)  heute Nachmittag eine Lawine abgegangen. Das Schneebrett löste sich kurz nach 16 Uhr im Bereich der Wannenalpe. Zu Verschütteten lägen derzeit noch keine Angaben vor, die Bergrettung sei auf dem Weg zum Lawinenkegel, hieß es. Auch zwei Hubschrauber beteiligten sich an dem Einsatz, der durch Nebel erschwert werde.

Skilehrer von Lawine mitgerissen

Ein einheimischer Skilehrer ist heute Nachmittag in Lech am Arlberg im freien Skigelände mit seinem Snowboard von einer Lawine rund 300 Meter mitgerissen worden. Er konnte sich an der Oberfläche der Schneemassen halten und blieb nahezu unverletzt. Er hat selbstständig einen arzt aufgesucht, der Mann erlitt Abschürfungen und Prellungen am ganzen Körper.

Der Skilehrer wollte gemeinsam mit einem Begleiter, ebenfalls Skilehrer und Snowboardfahrer, in seiner Freizeit von der Bergstation der Rüfikopfbahn kommend durch die sogenannten „Fuchslöcher“ abfahren und fuhr voraus. Dabei löste sich gegen 14.30 Uhr die Lawine. Der Mann wurde von dem Schneebrett erfasst und über felsdurchsetztes Gelände mitgerissen. Sein Begleiter blieb unverletzt.

Schneemassen rutschten auf Piste

Im Bereich der Mittelstation des Skigebietes am Ankogel (Bezirk Spittal) in Kärnten ist heute Nachmittag eine Lawine auf eine Skipiste abgegangen. Die Bergrettung, die Alpinpolizei und drei Hubschrauber waren am Ort des Geschehens. Vorerst sind keine Vermissten gemeldet worden.

Suchaktion nach 15-Jährigem

Ein 15-jähriger Bursch hat am Samstag im Skigebiet Diedamskopf (Bregenzerwald) in Vorarlberg eine Suchaktion ausgelöst. Der Dornbirner hatte im freien Skiraum einen Graben übersehen und war darin stecken geblieben. Er konnte sich aus eigener Kraft nicht helfen und alarmierte gegen 13 Uhr per Handy die Rettungskräfte, die ihn nach rund einer Stunde aus seiner misslichen Lage befreiten. Der 15-Jährige konnte dann aber selbst ins Tal abfahren.

Verletzter befreite sich selbst

Einen Lawinenabgang am 2.127 Meter hohen Bischof im Gemeindegebiet von Aurach bei Kitzbühel hat heute ein einheimischer Tourengeher überlebt. Der Mann wurde verletzt ins Krankenhaus St. Johann in Tirol geflogen. Der Mann war alleine unterwegs, konnte sich aber selber aus der Lawine befreien und die Retter per Handy alarmieren.

Deutscher in Uniklinik geflogen

In kritischem Zustand hat am Sonntagnachmittag im Hinteren Tiroler Pitztal ein Variantenfahrer einen Lawinenabgang überlebt. Der offenbar aus Baden-Württemberg stammende Urlauber wurde in die Innsbrucker Universitätsklinik geflogen.

Der Deutsche war nach ersten Informationen der Pitztaler Gletscherbahnen im freien Skiraum vom Mittelbergjoch abgefahren und in Begleitung eines weiteren Deutschen verschüttet worden. Während sein Kamerad sich selber befreien konnte, musste der aus dem Raum Stuttgart Stammende ausgegraben werden. Er konnte reanimiert und von einem Hubschrauber abtransportiert werden.

Mehr Glück hatten drei Einheimische, die am Härmelekopf in Reith bei Seefeld (Bezirk Innsbruck-Land) verschüttet wurden. Sie konnten sich laut Bergrettung selber befreien und blieben weitgehend unverletzt.

1 Kommentare
der airbag beim kopfbereich · von oblio · 07.02.2010 21:34 Uhr

ist eindeutig zu wenig!
es gehört ein aufblasbarer ANZUG her!!
trotzdem sei angemerkt: wer sich bewusst in gefahr begibt MUSS mit dem schlimmsten rechnen!!

 

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