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Neue Vorwürfe gegen Ex-Botschafter Aliyev

WIEN. Der frühere kasachischen Botschafter in Österreich, Rakhat Aliyev, soll eine frühere Geliebte gefoltert und in den Tod getrieben haben. Das behaupteten Anwälte einer Wiener Kanzlei bei einer Pressekonferenz in Wien.

Die Staatsanwaltschaft Wien führt seit August 2008 gegen Aliyev ein Verfahren, weil er hinter der Entführung zweier kasachischer Bankmanager stecken soll. Die Auslieferung nach Kasachstan hat die Justiz bisher abgelehnt. Der frühere Schwiegersohn des kasachischen Präsidenten könne dort mit keinem fairen Verfahren rechnen, so die Begründung.

Der Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky erhob am Dienstag weitere Vorwürfe gegen Aliyev. Dieser habe seine Ex-Geliebte in der libanesischen Hauptstadt Beirut einer monatelangen Folter unterzogen und sie dadurch in den Tod getrieben. Aliyev, für den die Unschuldsvermutung gilt, stehe laut Lansky in massivem Verdacht, „psychologisch gemordet zu haben“. Zum Motiv meinte der Anwalt, die Geliebte Aliyevs sei schwanger geworden, weshalb er sie von Wien zu seiner Schwester nach Beirut bringen ließ. Als sie dort mit einem Geschäftsmann ein intimes Verhältnis einging, habe sich Alijev dafür gerächt.

Kurz darauf habe man vor der Wohnung des Ex-Botschafters die auf Stahlbetonträgern aufgespießte Leiche der Frau entdeckt. Ob sie vom Balkon gestoßen wurde oder Selbstmord begangen habe, sei laut Lansky unklar.

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Artikel 20. Januar 2010 - 00:04 Uhr
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Die Anwälte mit den Eltern von Aliyevs Ex-Geliebter beim Pressetermin in Wien.  Bild: APA

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